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Kamp-Lintfort
Forscher entwickeln Lösung für barrierefreie ÖPNV-Fahrten

Kamp-Lintfort. Aus Sicht der Verkehrsbetriebe stellen sich Fragen zur Barrierefreiheit aufgrund einer Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). Das verlangt in § 8 III Nr. 3 PBefG, für die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen für die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine "vollständige Barrierefreiheit" zu erreichen. Häufige Fragen -"Wann kommt mein Bus? Hat er Verspätung? Sitze ich in der richtigen Bahn? Wo kann ich umsteigen, ohne Treppen steigen zu müssen?" -könnten bald beantwortet werden.

Auf der Fachmesse und dem Kongress "New Mobility - Mobilität neu denken" in Leipzig stellten Forscher der Hochschule Rhein-Waal gemeinsam mit den Projektpartnern unter dem Titel "Mobile - mobil im Leben" eine mögliche Lösung für das komfortable und barrierefreiere Nutzen des ÖPNV ohne störende Begleiterscheinungen vor.

"An unserem Stand stellten wir unsere Lösung mit funktionstüchtigen Prototypen vor", erklärt Christian Ressel, Professor für Ambient Intelligent Systems an der Hochschule Rhein-Waal und Projektleiter. Dazu bauen die Forscher der Fakultät Kommunikation und Umwelt sowie Forscher des Kompetenzzentrums FAST und vom Fachbereich Informatik und Elektrotechnik der Hochschule Niederrhein das Modell eines Busses und einer Bushaltestelle auf und wenden ihre Geräte daran an. "Anhand eines Szenarios werden spezielle Benutzeroberflächen zur Routenplanung, Navigation und virtuellen Begleitung während der Fahrt vorgestellt, die Lokalisierung mit optischen Markern und der Einsatz von Bluetooth Beacons, Wegweisern mit NFC und RFID-Technologie sowie Wearable Gadgets ausführlich erklärt. Für die Verkehrsbetriebe erläutern wir den technischen Rahmen und die Chancen für eine barrierefreiere Transportdienstleistung." Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein, der SWK Stadtwerke Krefeld AG, der moBiel GmbH, Bielefeld, mit Bethel.regional für die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Bielefeld als Einrichtung für Menschen mit Unterstützungsbedarf und mit dem Gesundheitsdienstleister inoges/Salvea in Krefeld. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bis zum 30. September aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages gefördert. Weitere Informationen sind unter www.mobil-im-leben.org zu finden.

Quelle: RP
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