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Kamp-Lintfort
Geilings Bräu: Brauerei soll 2017 stehen

Kamp-Lintfort: Geilings Bräu: Brauerei soll 2017 stehen
Bierbrauer Johannes Lehmbrock zeigt das Modell seiner zukünftigen Brauerei, die in einer Halle an der Saalhoffer Straße 327 eingebaut wird. Die bestehende Halle wird zudem erweitert. Im Sommer 2017 soll sie fertiggestellt sein. Lehmbrock steht in seinem Testgarten, in dem er Hopfen anbaut. FOTO: C. Reichwein
Kamp-Lintfort. Das Modell der Brauerei ist fertig: Johannes Lehmbrock, Chef von "Geilings Bräu" in Saalhoff plant für August den ersten Spatenstich für Ausbau und Erweiterung seiner Bierbrauerei. Im Sommer 2017 soll die Fertigstellung sein. Von Anja Katzke

Johannes Lehmbrock dreht das Modell seiner künftigen Brauerei, so dass es von allen Seiten einsehbar ist: "Das Sudhaus mit unserem Wappen steht im Fokus. Es soll für jeden Kunden sofort sichtbar sein, wenn er das Gebäude betritt", erklärt der junge Bierbrauer, der 2012 seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Die Bauvoranfrage bei der Stadt ist bereits bestätigt. Aktuell wird der Bauantrag formuliert. Johannes Lehmbrock hat sich einen großen Stab von Experten ins Boot geholt: Architekten, Bau- und Brauingenieure.

Johannes Lehmbrock hat im Vorfeld alles bedacht: "Ich wollte gerne vorher wissen, wohin die Reise geht und was mich erwartet." Wenn es nach Lehmbrock geht, soll die Baumaßnahme im August starten. Für den Sommer 2017 hat er die Fertigstellung ins Visier genommen: "In unserer Familie stehen dann gleich mehrere Firmenjubiläen an."

Das Unternehmen "Partner-Gerüstbau", das der Vater von Johannes Lehmbrock führt, wird zum Beispiel 25 Jahre alt. Aber auch bei Geilings Bräu, das ebenfalls an der Saalhoffer Straße 327 angesiedelt ist, gibt es einen Grund zum Feiern: Es besteht dann seit fünf Jahren. In dieser Zeit hat er Geilings Bräu nicht nur als Marke erfolgreich nach vorne gebracht, sondern auch das Studium der Betriebswirtschaftslehre beendet und sich zum Braumeister ausbilden lassen. Lehmbrock beschäftigt inzwischen eine feste Teilzeitkraft und in Spitzenzeiten bis zu 30 Aushilfen, in der Karnevalszeit zum Beispiel.

Die Zahl der Abnehmer ist gestiegen, und es kommen neue Anfragen dazu - kürzlich erst von den Veranstaltern des Moers Festivals. Der Bierbrauer freut sich: Dass er irgendwann eine Brauerei bauen würde, sei ihm immer klar gewesen, erzählt er. "Dass sich das Umfeld so positiv entwickelt und ich so viel Unterstützung im Freundeskreis erhalten würde, dass ich mein Vorhaben nebenbei aufziehen konnte, das hätte ich damals nicht gedacht", erzählt der Saalhoffer.

Das aktuell größte Projekt, dem er sich widmet, ist die Vorbereitung der Baumaßnahme: Geplant ist, die Brauerei in eine bestehende Halle am Firmensitz von Geilings Bräu und Partner Gerüstbau einzubauen und diese durch einen Anbau von rund 120 Quadratmetern zu erweitern. "In der Halle wollen wir ein Gewölbe simulieren, das hell und kräftig wirken wird", sagt Johannes Lehmbrock mit Blick auf das Modell, in das er all seine Ideen hat einfließen lassen.

Gleich neben dem Sudhaus, in dem der Grundstock für jedes Bier gelegt wird, möchte er Gär- und Lagerkeller einrichten. Im vorderen Bereich ist ein Seminarraum vorgesehen, nur durch Glas vom Gär- und Lagerkeller getrennt ist, so dass die Seminarbesucher das Geschehen im Blick haben. Johannes Lehmbrock möchte keine dauerhafte Gastronomie eröffnen, sondern Besuchern in Seminaren erläutern, wie Bier gebraut wird. Schon heute bietet er im Monat bis zu drei Sommelier-Abende an. In der Brauerei wird es außerdem Büroräume und einen Laborbereich für die Mikrobiologie geben.

Im Erweiterungsbau ist auf der zweiten Ebene außerdem Platz für ein Lager und die komplette Sudhaus-Technik eingeplant. Ein weiterer Bereich ist für die Etikettierung der Flaschen vorgesehen. Lehmbrock kooperiert in diesem Bereich bereits mit den Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein. "Die Etikettierung läuft aber noch extern ab, ich würde sie gerne hier im Haus umsetzen", erzählt der Brauer. Wenn die Baumaßnahme realisiert ist, soll auch der Testgarten, in dem Johannes Lehmbrock seit zwei Jahren Hopfen anbaut, verlegt werden.

Er befindet sich zurzeit auf einer sechs mal acht Meter großen Fläche mit Gerüsten, an denen der Hopfen wachsen soll. In seinem Testgarten untersucht er zum Beispiel das unterschiedliche Wachstumsverhalten der Pflanzen. Denn: Auch das Bierbrauen ist immer eine Wissenschaft für sich.

www.geilings-braeu.de

Quelle: RP
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