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Kamp-Lintfort
4000 beim Geisbruchfest dabei

Geisbruchfest in Kamp-Lintfort 2015 mit 4000 Besuchern
Das Geisbruchfest hatte viele Attraktionen im Angebot. Die Feier war erneut ein kleines Oktoberfest. Im nächsten Jahr gibt es ein neues Motto. FOTO: Klaus Dieker
Kamp-Lintfort. Geschäftsleute, Trödel und Besucher identifizieren sich mit dem Fest im Geisbruchdreieck. Von Peter Gottschlich

Eine Zeit lang hatten die Geschäftsleute mit dem Gedanken gespielt, das 14. Geisbruchfest ausfallen zu lassen. Schließlich sollte die Ferdinantenstraße ab April aufgerissen sein, um eine neue Pflasterung und Begrünung zu erhalten. Doch dann setzten sich die Geschäftsleute im Dreieck von Ferdinantenstraße, Schulstraße und Eyller Straße zusammen. "Mit der Stadt haben wir beschlossen, die Bauarbeiten erst direkt nach dem Geisbruchfest anfangen zu lassen", sagt Christine Utermöhlen, die es federführend organisiert. "Schließlich lieben die Menschen dieses Stadtteilfest. Alle identifizieren sich damit, die Trödler, die Geschäftsleute und die Besucher. Sie haben gute Laune."

So strömten geschätzte 4000 Besucher im Laufe des Samstages ins Dreieck, etwas weniger als im vergangenen Jahr. "Ich kenne andere Stadtteilfeste", meinte Kämmerer Martin Notthoff mit Blick auf die Anzahl. "Hier ist richtig viel los. Die Straßen sind voller Menschen." Schließlich spielte das Wetter mit, das besser als vorhergesagt war. Zwar war es am Vormittag bewölkt und gegen Mittag fielen vereinzelte Regentropfen, doch am frühen Nachmittag kamen sogar einige Sonnenstrahlen durch. "Bisher hatten wir immer Glück mit dem Wetter", freute sich Glasermeister Thomas Schulmeyer. "Es ist zwar nicht optimal. Aber Regen wäre tödlich gewesen."

Die Feier war erneut ein kleines Oktoberfest. Vor allem die Geschäftsleute, aber auch einige der Trödler und Besucher hatten Dirndl sowie Haferlschuhe, Lederhose und Biesenhemd angezogen. An einigen Ständen gab es Brezen, Würstel und Weißbier zu kaufen. Am Nachmittag und am Abend stand die Krefelder Gruppe "Die Hüttenkracher" auf der Bühne, die nahe der Einmündung der Ferdinantenstraße in die Eyller Straße aufgebaut war, um mit Oktoberfest- und Partymusik für Gaudi zu sorgen. Dazu war der Hauptpreis der Tombola ein reservierter Zehnertisch beim Xantener Oktoberfest.

Im nächsten Jahr soll das Geisbruchfest keine weiß-blaue Feier mehr sein. "Es ist ein Familienfest", blickte Christine Utermöhlen am Samstag auf das neue Motto. "Zweimal wurde es unter der bayerischen Fahne gefeiert. Aber mittlerweile schießen die Oktoberfeste wir Pilze aus dem Boden. Deshalb stellen wir das Geisbruchfest das nächste Mal unter ein anderes Motto. Es soll rockiger werden."

Mit neuem Motto und neuer Ferdinantenstraße soll bei der Feier im nächsten Jahr wieder der "Bär steppen", wie es die Organisatorin nennt.

Dann werden neben 80 Trödlern wieder einige Gruppen die Feier nutzen, um durch einen Stand bekannter zu werden wie der Verein Flüchtlingshilfe Kamp-Lintfort. "Dadurch lernen uns die Kamp-Lintforter kennen", sagte Sprecher Rainer Klotz. Am Stand der Flüchtlingshilfe konnten sich Interessierte T-Shirts zum Selbstkostenpreis bedrucken lassen. Die Liberalen hatten ein Pavillonzelt aufgebaut. "Damit zeigen wir Präsens", berichtete FDP-Vorsitzender Manfred Schube. Ferner hatte die "Anlaufstelle für ältere Menschen", die am 18. August an der Ferdinantenstraße eröffnet worden war, Tische und Sonnenschirme aufgebaut. "Dadurch werden die Menschen auf uns aufmerksam", sagte der ehrenamtliche Mitarbeiter Willi Kroniger.

Quelle: RP
 
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