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Kamp-Lintfort
Gemeinsame Werbung für die Kräutergärten

Kamp-Lintfort: Gemeinsame Werbung für die Kräutergärten
Sie werben gemeinsam für die Kräutergärten in der Region. Erstes Ergebnis der Vernetzung ist ein Flyer mit Informationen über die Gärten. FOTO: kdi
Kamp-Lintfort. Die Betreiber von vier schönen Kräutergärten in der Region haben sich miteinander vernetzt. Mit dabei: Zentrum Kloster Kamp, Kräutergarten St. Bernardin, Heleno Kruiden und Stiftung Museum Schloss Moyland. Von Anja Katzke

Jeder der Kräutergärten hat eine andere Philosophie: Vor dem Kloster Kamp blühen Heilkräuter der Kneippschen Hausapotheke. In Hamb betreut das Nabu-Naturschutzzentrum Gelderland einen therapeutisch motivierten Garten. Im grenznahen Ven-Zelderheide in den Niederlanden gibt es einen auf 3000 Quadratmeter großen Gelände einen schönen Lehrgarten. Und auf Schloss Moyland ist der historische Garten mit 350 verschiedenen heimischen und exotischen Kräutern eine Attraktion. Die Betreiber dieser Kräutergärten bilden jetzt einen losen Verbund. Ziel ist es, Wissen zu bündeln und sich auszutauschen. Erstes Ergebnis dieses noch jungen Netzwerks ist ein Faltblatt, in dem die Kräutergärten vorgestellt werden. Es ist in allen Einrichtungen erhältlich.

"Wir zeigen somit vier Schwerpunkte der Kräutergärtnerei im 21. Jahrhundert", betont Peter Hahnen, Leiter des Geistlichen und Kulturellen Zentrums Kloster Kamp in Kamp-Lintfort. Die frisch herausgegebene Broschüre beinhaltet auch eine Route, die einen Ausflug zu den Gärten planbar macht. "Wir bieten am 30. August von Schloss Moyland aus einen Ausflug zu allen vier Gärten an", berichtet Jannie Uhlenbrock vom Moyland-Kräutergarten über die erste gemeinsame Aktion.

Kräuter sind schön, heilsam und manchmal auch geheimnisvoll. In ihnen steckt die Kraft der Natur. Seit alters her werden sie kultiviert und genutzt, um Beschwerden zu lindern, Speisen und Getränke zu würzen. Kräuter faszinieren die Menschen heute wieder sehr. "Bei uns treffen sich Jung und Alt", erzählt Cornelia Merkamp, die den Kräutergarten im Schatten des Kloster Kamp mit sechs ehrenamtlichen Helfern jedes Jahr zum Blühen bringt. Was den Besuchern besonders gefällt: die vordere Probierreihe mit Schokoladenminze, Lakritztagetes und Zitronenverbenen. "Sie stehen immer in der Armlänge eines Kindes", betont Peter Hahnen. In jedem der Kräutergärten gibt es etwas anderes zu entdecken. "Bei uns wachsen Alraunen", berichtete Jannie Uhlenbrock. Auf Schloss Moyland wurde ein Kräutergarten nach historischem Vorbild aus dem 15. Jahrhundert angelegt. Vorbild ist das Moyländer Kräuterbuch, das um 1440 geschrieben und gemalt wurde. Im Kräuter- und Blumengarten St. Bernardin in Sonsbeck-Hamb wächst zum Beispiel ein Kraut, das man auch am Kloster Kamp vermuten könnte: Klostermelisse. In dem therapeutisch motivierten Garten, der vom Nabu betreut wird, steht das sinnliche Erleben der duftenden Pflanzen im Fokus. Gleich neben dem Kräutergarten liegt ein Schau-Bauerngarten mit historischen Gemüsesorten.

Das neu gegründete Netzwerk ist grenzüberschreitend unterwegs. Im Boot sitzt auch Helen Otting, die im niederländischen Ven-Zelderheide einen Lehr-Garten mit Küchen- und medizinischen Kräutern betreibt. Im Flyer sind nicht nur Adressen, Öffnungszeiten, Führungen und Eintrittspreise aufgeführt. Interessierte erfahren auch etwas über die jeweiligen touristischen Highlights.

Quelle: RP
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