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Kamp-Lintfort
Grünes Licht für Pumpenhaus-Umbau

Kamp-Lintfort. Die zuständigen Behörden stimmten bei einem Ortstermin den Plänen zu, die noch zu überarbeiten sind. Im August sollen alle Genehmigungen vorliegen. Im Sommer 2016 soll der Umbau abgeschlossen sein. Von Peter Gottschlich

Die Arbeiten am Pumpenhaus können weiter gehen. "Wir sind zu einer Lösung gekommen", berichtete Norbert Ballhaus als stellvertretender Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmanntradition Linker Niederrhein. Da trafen sich 90 Mitglieder der Fördergemeinschaft zu einer Versammlung in der Gaststätte Altes Kasino. "Es gab einen Ortstermin mit allen Beteiligten", sagte der stellvertretende Vorsitzende. "Es war schön, ihre zufriedenen Gesichter zu sehen."

Bei diesem Ortstermin waren Vertreter der Stadt und des Kreises sowie des planenden Architekturbüros und der Fördergemeinschaft vor Ort, um sich das Pumpenhaus anzusehen, das neben dem Lehrstollen und der Lehrwerkstatt auf dem Gelände des einstigen Bergwerkes "Friedrich Heinrich" liegt. Im Mittelpunkt standen Fragen des Brandschutzes und des Denkmalschutzes. "In den nächsten Wochen werden die Pläne überarbeitet", freute sich Norbert Ballhaus über das grüne Licht der Behörden. "Im August sollen alle Genehmigungen vorliegen. Wir hoffen, dass im Sommer 2016 der Umbau abgeschlossen ist."

Im Erdgeschoss des Pumpenhauses soll ein Versammlungsraum entstehen. Dieser 100 Quadratmeter Raum hat auch den Namen Theatersaal, da dort vor knapp 100 Jahren Bühnenstücke aufgeführt wurden. Im Keller will die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein Platz für ihr Archiv und ihre Gegenstände zur Bergbaugeschichte Platz finden, beispielsweise Grubenlampen. Zurzeit befinden sich diese Gegenstände noch im Knappenheim an der Einmündung der Schulstraße in die Mittelstraße. In diesem Gebäude ist der Mietvertrag bereits ausgelaufen. Im hohen Theatersaal soll eine Galerie entstehen, die auf Stahlträgern ruht. Geplant ist, auf 50 Quadratmetern eine Fläche für Ausstellungen zu schaffen. Die Mitglieder der Fördergemeinschaft gehen davon aus, dass sich bis zum August auch der der mögliche Investor mit der RAG Immobilien GmbH über den Kauf einigen, der das Pumpenhaus noch gehört. Dieser Investor ist Inhaber eines Unternehmens für Spezialstahl-Veredlung, der eine enge Verbindung zu Kamp-Lintfort hat. Das "Team am Lehrstollen" soll das Pumpenhaus renovieren. Es wird von Klaus Deuter geleitet. Schon im Juli 2013 hatte das Team begonnen, das Pumpenhaus leer zu räumen, in dem sich zuletzt die Druckluftwerkstatt des Lintforter Bergwerkes befunden hatte. Neue Fenster und Türen wurden eingebaut. Dann verlegten die Mitarbeiter des Team, die drei- bis viermal in der Woche im und um das Pumpenhaus herum arbeiten, neue Elektrokabel und neue Abwasserleitungen. Außerdem räumten sie das Außengelände auf. "Alles ist ehrenamtlich", sagt Team-Mitarbeiter Juri Pattberg. Das Team kaufte das Material mit dem Geld, das es erhielt, wenn es den Theatersaal im Pumpenhaus, den Lehrstollen oder das Außengelände vermietete. "Hier werden Geburtstage, Unternehmensjubiläen oder Vereinsfeste gefeiert", sagt Deuter.

Die Kosten für Strom, Wasser und Heizung übernimmt bislang die RAG MI, die noch keine Miete für Pumpenhaus und Lehrstollen in Rechnung stellt. Denn sie hat mit Blick auf die Landesgartenschau ein Interesse daran, dass sich Pumpenhaus und Lehrwerkstatt zu einem Zentrum für Bergbautradition entwickeln.

Quelle: RP
 
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