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Kamp-Lintfort
"Grusical meets Broadway 2"

Kamp-Lintfort: "Grusical meets Broadway 2"
Szenenfoto aus der Kamp-Lintforter Stadthalle. FOTO: Koopmann
Kamp-Lintfort. Die beiden Vorstellungen von Stage Focus waren nicht ganz ausverkauft. Von Peter Gottschlich

Für Philipp Maurer bot sich in der Stadthalle ein ungewohntes Bild, da er als Vorsitzender von Stage Focus nicht in die Augen von 650 Zuschauern blicken konnte, sondern nur von 620. Anders als in den Vorjahren war die Musicalshow nicht im Vorfeld ausverkauft gewesen.

Der Vorsitzende hatte eine einfache Erklärung für das Phänomen: "Sonst spielen wir immer Ende Oktober oder Anfang November, wenn es kalt ist",sagte er. "Darauf sind unsere Fans eingestellt. Diesmal war es lange warm. Nach den Sommerferien haben die meisten erst an das Grillen gedacht, dann an die Musicals. Deshalb lief der Kartenvorverkauf schleppend an."

Dabei erlebten die Fans am Freitagabend einen großen Musicalabend, ebenso wie bei der zweiten Show am Samstagabend. Dieser war manchmal schaurig, manchmal witzig und manchmal wunderschön, ganz nach dem Titel der Show "Grusical meets Broadway 2". Schaurig war es, wenn die 21 jungen Sänger und Tänzer Stücke aus Grusicals präsentierten, zum Beispiel "In der Gruft" aus "Tanz der Vampire" von Jim Steinmann oder "Das Phantom der Oper" aus dem gleichnamigen Musical von Andrew Lloyd Webber. Witzig war es, wenn die jungen Künstler Songs aus Filmen zum Besten geben, etwa "Every Body needs somebody" aus "Blues Brothers" von Bert Berns. Wunderschön war es, als sie Stücke aus Broadwaymusicals zeigten, wie "Amerika" aus "West Side Story" von Leonard Bernstein.

In diesem Jahr spielten die jungen Künstler vor einem Bühnenbild, das stark reduziert war. Die wechselnden Atmosphären erzeugen sie mit ihren Stimmen, die erneut ausgezeichnet waren, ihren Kostümen, die aufwendiger und bunter als 2015 waren, sowie einer Lichttechnik, die noch ausgefeilter war als sonst.

Die Fans waren von der Show mitgerissen. Immer wieder gaben sie Szenenapplaus. Am Ende standen sie auf, klatschten und pfiffen, bis sich die Künstler mit "Supercalifragilistic" aus "Mary Poppins" von Richard Sherman als Zugabe verabschiedeten.

Quelle: RP
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