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Kamp-Lintfort
Gymnasium kehrt zu G 9 zurück

Kamp-Lintfort: Gymnasium kehrt zu G 9 zurück
Seit einigen Jahren wird das Schulzentrum modernisiert. Der Biologieraum im Georg-Forster-Gymnasium wurde saniert und modern ausgestattet. FOTO: Dieker
Kamp-Lintfort. Nach den Sommerferien beginnt der erste Jahrgang mit neunjähriger Gymnasialzeit. Die Stadt modernisiert die Räume, jetzt den zweiten Biologieraum für 90.000 Euro. Dazu denkt sie über einen Anbau nach. Von Peter Gottschlich

Als das Gymnasium im Sommer 2014 seinen 50. Geburtstag mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür feierte, waren nicht wenige Ex-Pennäler überrascht, wie wenig sich das Gebäude im Schulzentrum verändert hatte. Vieles war noch so, wie sie es kannten, zum Beispiel der große Chemieraum, der zweite Biologieraum oder das Lehrerzimmer. Schon damals zeichnete sich eine Modernisierung des Gebäudes ab, das im Sommer 1967 bezogen worden war. "Seit dreieinhalb Jahren bin ich bei der Stadt", erzählt Daniela Rohde. "Jedes Jahr sind größere Baumaßnahmen im Gymnasium mit dabei. 2016 war es zum Beispiel das Lehrerzimmer, im nächsten Jahr ist es der Chemieraum."

In diesem Jahr koordinierte die Projektleiterin beim Amt für Gebäudewirtschaft den Umbau des zweiten Biologieraumes, der zur Querspange hin liegt. "Ich hatte hier von 1983 bis 1985 Bio-Leistungskurs", blickt sie auf das Frühjahr 2017 zurück, als sie den Raum nach über drei Jahrzehnten in neuer Funktion betrat. "Er sah noch genau wie damals aus." Hohe Tische waren darin befestigt. Schränke, die nicht zusammenpassten, standen an den Wänden. Und selbst mit Licht schien der Raum nie hell zu werden. Im Sommer begann der Umbau, der jetzt abgeschlossen ist.

"Alles wurde bis auf den Rohbau zurückgebaut", berichtet sie. "Die Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser wurden neu verlegt. Der Raum erhielt eine neue Decke und eine LED-Beleuchtung." Die hellen Laborbereiche liegen heute an den Wänden. "Lern- und Arbeitsbereiche sind getrennt", freut sich Schulleiter Alexander Winzen. "Dadurch können wir den Unterricht effektiver gestalten."

Insgesamt gab die Stadt Kamp-Lintfort 90.000 Euro für die Modernisierung aus. "Stühle und Tische kommen von der Hauptschule am Niersenberg, die im Sommer 2017 auslief", erzählt Ilse Ketelaars, die sich als Mitarbeiterin des Amtes für Gebäudewirtschaft um die Möbel kümmerte. "Sonst wäre es noch teurer geworden." In die Planung waren die Lehrer eingebunden, insbesondere Sabine Wiedner-Schneider als Koordinatorin für die Naturwissenschaften und Stefan Benecken als Fachkonferenzleiter Biologie. Im neuen Jahr wird das nicht anders sein, wenn ein Raumbedarfskonzept für das Georg-Forster-Gymnasium erstellt wird, wie es seit 2011 heißt.

"Wir stellen voraussichtlich auf G 9 um, wie alle Gymnasien im Umkreis", berichtet Alexander Winzen. "Die letzte Entscheidung hat die Schulkonferenz. Fünftklässler, die im Schuljahr 2018/2019 zu uns kommen, können bereits neun Jahre zur Schule gehen. Mittelfristig haben wir dann einen Jahrgang mit rund 100 Schülern mehr. Dafür brauchen wir neue Räume, genauso wie für die Inklusion."

Beigeordneter Christoph Müllmann sieht Land und Bund in der Pflicht, sich an den Investitionen zu beteiligen, die mit ihren Entscheidungen längere Schulzeit und mehr Inklusion nahelegen. "Sie sprechen davon, wie wichtig Bildung ist," sagt er mit Blick auf einen möglichen Anbau des Gymnasiums. "Deshalb erwarte ich, dass Mittel fließen."

Quelle: RP
 
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