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Kamp-Lintfort
Handlungskonzept für das Viertel Friedrich Heinrich

Kamp-Lintfort. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat gestern symbolisch den Grundstein für ein neues Stadtquartier in Kamp-Lintfort gelegt: "Es ist ein historischer Moment", sagte der Ausschussvorsitzende Jürgen Preuß (SPD) kurz vor der Abstimmung. "Wir gründen ein Stadtviertel auf einer Industriebrache." Gemeint ist das Areal des ehemaligen Bergwerks West. "Dass uns dies in so kurzer Zeit gelingt, darauf können wir stolz sein." Symbolischer Grundstein ist das Integrierte Handlungskonzept, das der Stadtentwicklungsausschuss gestern für diesen Bereich auf den Weg brachte. Der vorgelegte Entwurf soll als Grundlage für den Antrag auf Gewährung einer Landeszuwendung im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West dienen. Von Anja Katzke

Das "Integrierte Handlungskonzept" fußt auf Konzepten wie dem Masterplan Bergwerk West, die die Stadt bereits frühzeitig auf den Weg gebracht hatte und fasst die Ziele der Stadtumbaumaßnahme auf dem Zechengelände zusammen. "Friedrich Heinrich" soll das dort entstehende Stadtviertel heißen. Bei einer Förderkonferenz im Februar zur Landesgartenschau, an dem Vertreter aus Kamp-Lintfort, aus Umwelt- und Städtebauministerium sowie der Bezirksregierung teilgenommen hatten, war der Stadt in Aussicht gestellt worden, dass neben einer Pauschalförderung auch ein Förderzugang im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West bestehen könnte.

Diese Perspektive habe sich in weiteren Gesprächen konkretisiert, so die Stadt, so dass Kamp-Lintfort dafür jetzt die planerischen und konzeptionellen Voraussetzungen schaffen muss. Der Zeitplan ist ambitioniert: Das Handlungskonzept muss bis zum 7. Dezember vorliegen, um den Antrag fristgerecht einreichen zu können. Das Büro Pesch Partner ist im Juni mit der Erstellung beauftragt worden. Es hat vier Kernpunkte im Maßnahmenplan herausgearbeitet: Stadt und Freiraum, die Nutzung des Areals in einer Symbiose von Alt und Neu, einen Park für Alle sowie Mobilität. Das beinhaltet auch die Einbindung der Niederrheinbahn mit einer Halterstelle an der Kattenstraße. Der Kostenrahmen für alle Maßnahmen beläuft sich auf 30 Millionen Euro.

Im Ausschuss kam die Wahl des Namens für das neue Stadtquartier sehr gut an: Friedrich Heinrich. So hieß das Bergwerk 88 Jahre lang.

Quelle: RP
 
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