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Kamp-Lintfort
Heimleiter verlässt das St.-Hedwig-Haus

Kamp-Lintfort: Heimleiter verlässt das St.-Hedwig-Haus
Pflegedienstleiterin Elke Dobrzynski (links) und Einrichtungsleiter Fred Krusch wechseln beide in neue Positionen zum Caritasverband Düsseldorf. FOTO: A. Katzke
Kamp-Lintfort. Der Caritas-Verband Moers-Xanten verliert mit Fred Krusch und Elke Dobrzynski zwei wertvolle Mitarbeiter in Kamp-Lintfort. Sowohl der Leiter als auch die Pflegedienstleiterin verlassen das Pflegeheim St. Hedwig an der Sandstraße. Von Anja Katzke

Fast acht Jahre lang hat Fred Krusch das Caritas-Haus St. Hedwig in Kamp-Lintfort geleitet. "Immer im Sinne der Bewohner und der Mitarbeiter", betont er. Der Abschied fällt ihm nicht leicht. "Ich habe noch viele Ideen, was wir im Haus alles verbessern könnten", sagt Krusch. Der rührige Einrichtungsleiter hat sich dennoch entschlossen, St. Hedwig zu verlassen. Er folgt ebenso wie Pflegedienstleiterin Elke Dobrzynski dem früheren für Moers/ Xanten zuständigen Caritas-Geschäftsführer Henric Peeters zum Caritasverband Düsseldorf. Dort wollen sie sich in neuen Positionen mit ihren Ideen, ihrer Kreativität und Erfahrung in die stationäre Pflege von schwerstpflegebedürftiger Menschen einbringen.

Am 20. Oktober werden sich Fred Krusch und Elke Dobrzynski von den Bewohnern und den Mitarbeitern im St.-Hedwig-Haus offiziell verabschieden. Krusch wird in Düsseldorf für den Caritasverband einen großen Neubau vorantreiben. Außerdem hat Henric Peeters ihn mit weiteren Projekten beauftragt, die er wie schon früher in Kamp-Lintfort selbstständig und zielgerichtet vorantreiben will. Elke Dobrzynski wechselt in eine übergeordnete Position in die Stabsstelle in Düsseldorf. "Dort werde ich darauf schauen, dass die Pflege im Verbund gut aufgestellt ist. In Düsseldorf gehören zehn Altenheime zum Caritasverband", erzählt sie.

Krusch und Dobrzynski blicken gerne auf die Zeit im Caritas-Haus an der Sandstraße zurück - und auf das, was sie in den vergangenen Jahren geleistet haben. "Als ich hier anfing, befand sich das Haus gerade im Umbau. Es gab nur zwei Auszubildende. Heute lernen hier 20 junge Menschen", erzählt Fred Krusch. Stolz ist er darauf, im Haus die "Junge Pflege" installiert zu haben. 24 Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren leben heute in zwei Wohngruppen im Hedwig-Haus. "Wir waren 2011 in der Region die ersten, die ein solches Angebot auf den Weg gebracht haben." Das habe seinerzeit ein Umdenken erfordert. "Junge pflegebedürftige Menschen haben ganz andere Bedürfnisse als ältere - sowohl was die Kleidung, das Essen als auch die Freizeit betrifft." Krusch und sein Team sorgten für die Schulung der Mitarbeiter. Sein Ansatz: das Normalitätsprinzip. "Es soll so normal wie möglich zugehen." Das fängt bei der Verpflegung der Bewohner an. "Früher wurde das Essen wie im Krankenhaus auf Tabletts auf die Zimmer gebracht. Heute wird wie Zuhause der Kühlschrank aufgefüllt", sagt Dobrzynski und Krusch fügt hinzu, dass die Zentralküche eine richtungsweisende Veränderung gewesen sei.

Krusch hat die Beatmungs- und Intensivpflege etabliert und für die adäquate Ausstattung des Hauses gesorgt, um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Doch auch das Menschliche kam nie zu kurz: "Wir haben Bewohner-Urlaube gemacht und sind zu Fußballspielen gefahren." Er ergriff auch die Initiative, den Park ansprechend mit Kunst gestalten zu lassen. "Ich brenne für meine Arbeit. Bewohner und Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen", sagt Krusch, der auch die Kurzzeitpflege St.-Katharina in Xanten in Richtung Düsseldorf verlässt.

Quelle: RP
 
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