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Kamp-Lintfort
Hellere Farben, bessere Logistik auf Station 7

Kamp-Lintfort. Die siebte Etage ist ab Montag wieder voll belegt. Hellblau wird Wiedererkennungsfarbe. Von Jana Marquardt

Wer am Dienstag von der sechsten in die siebte Etage des St. Bernhard-Hospitals gekommen ist, dem durfte die Veränderung direkt aufgefallen sein: Auf der Station für Orthopädie, die mit mehr als dreißig Patienten ab Montag wieder voll belegt ist, gibt es ein neues Konzept mit freundlichen Farben wie Hellgelb und Beige. Die Stirnseite sowie einige Stellen im Flur sind hellblau gestrichen. "Die hellblauen Akzente an den Wänden bezwecken einen Wiedererkennungswert der orthopädischen Station. Vor allem demente Patienten können sich mit einer einheitlichen Farbgebung besser zurecht finden", sagt Pressereferent Jörg Verfürth.

Das Farbkonzept ist nicht die einzige Modernisierung. "Jedes der 26 Zimmer ist nun mit einem sanitären Bereich ausgestattet. Es gibt eine Toilette und eine Dusche. Hier haben wir auch die desorientierten Patienten berücksichtigt. In den beiden Zimmern für besonders pflegeintensive Patienten haben wir die Spülung in schwarz und den Toilettendeckel in grau hervorgehoben, um die Unterscheidung zu ermöglichen", sagt Verfürth. 35 Betten stehen nun jeweils auf Station 7a und 7b zur Verfügung. Es gibt dort je zehn Dreibett-, ein Zweibett- und ein Einbettzimmer. Die Isolierzimmer auf der Station für operative Orthopädie am Ende des Ganges sind ebenfalls eine Neuerung. "Eine Doppelschleuse bietet den Mitarbeitern der Pflege die Möglichkeit, sich Schutzkleidung vor dem Besuch des isolierten Patienten anzuziehen, ohne dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt zu sein", erläutert der kaufmännische Direktor des Hospitals, Josef Lübbers.

Auch das technische Angebot für die Patienten habe sich verbessert. Ihnen stehen nun zum Fernsehen moderne Flachbildschirme zur Verfügung. Zugang zum hauseigenen WLAN gibt's gegen Aufpreis.

Die Mitarbeiter der Stationen unter der Leitung der Chefärzte Dr. Martin Grummel und Dr. Florian Danckwerth haben an dem neuen Raumkonzept mitgewirkt, und dafür gesorgt, dass alle Umstrukturierungen, die aufgrund des Wechsels zur elektronischen Krankenakte notwendig geworden sind, umgesetzt werden. Das Schwesternzimmer bietet nun genügend Platz für die Bearbeitung administrativer Aufgaben. Statt mit Akten kann die Visite mit einem Laptop vorgenommen werden.

"Wir haben auch ein neues Materiallager neben dem Schwesternzimmer. Dort befinden sich alle Vorräte wie Verbände und Infusionsschläuche. Um die Nachbestellung kümmern sich nun nicht mehr die Mitarbeiter der Pflege, sondern spezialisierte Fachkräfte für zentrale Logistik", sagt Lübbers.

Neben der Sanierung des Traktes stehen für das St.-Bernhard-Hospital bis 2018 noch die Sanierungen von Etage 6, 5 und 2 an. Die Gesamtkosten betragen 8,5 Millionen Euro.

Quelle: RP
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