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Kamp-Lintfort
Hochschule gehört zu den "vorbildlichen Bauten"

Kamp-Lintfort: Hochschule gehört zu den "vorbildlichen Bauten"
Das Kamp-Lintforter Hochschulgelände aus der Luft betrachtet. FOTO: Christoph Reichwein
Kamp-Lintfort. Wanderausstellung im Kamp-Lintforter Rathaus zeigt beispielhafte Architektur aus Nordrhein-Westfalen.

Die Kamp-Lintforter wissen längst, was sie an der Hochschule Rhein-Waal haben. Nun bestätigt ihnen eine Wanderausstellung, dass mitten in die Stadt auch architektonisch etwas Besonderes entstanden ist: "Vorbildliche Bauten NRW" heißt die Schau. Gezeigt werden insgesamt 33 beispielhafte Objekte aus Nordrhein-Westfalen - die Hochschule Rhein-Waal, Standort Kamp-Lintfort, ist eines von ihnen. Alle fünf Jahre zeichnet das Städtebauministerium NRW in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer herausragende Architektur-Leistungen aus. Die 33 aktuellen Preisträger wurden aus insgesamt 203 Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Über die Hochschule in Kamp-Lintfort heißt es in der Dokumentation der Ausstellung unter anderem: "Der Campus ist ein vorbildlich geplantes Bildungszentrum, dessen zeitlose Architektur auch in den nächsten Jahrzehnten Bestand haben wird."

Bürgermeister Christoph Landscheidt zeigte sich gestern stolz darauf, dass die Stadt mit der Hochschule unter den Preisträgern vertreten ist. Die Architekten hätten das Kunststück vollbracht, in einer gewachsenen städtischen Umgebung "etwas Neues zu schaffen, das nicht Fremdkörper ist". Das Interesse der Kamp-Lintforter sei schon während der Planungs- und Bauphase groß gewesen. "Die Akzeptanz war sofort da."

Der 19.050 Quadratmeter große Campus für die Fakultät Kommunikation und Umwelt war 2014 eingeweiht worden. Für die Architektur waren das Planungsbüro Rohling aus Osnabrück und Michael van Ooyen aus Straelen verantwortlich. Bauherr war der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes. Van Ooyen erinnerte gestern daran, dass sich zahlreiche renommierte Büros an dem Architekturwettbewerb beteiligt hatten. Für ihn sei die "Maßstäblichkeit" der Anlage eine besondere Herausforderung gewesen: Die Gebäude sollten sich in die Umgebung anpassen. "Deshalb haben wir von Anfang an mit mehreren Baukörpern gearbeitet." Michael Rapp (BLB) betonte, dass es nicht zuletzt gelungen sei, einen "halbwegs autofreien Campus" zu realisieren. Die Stellplätze seien auf einem separaten Grundstück angelegt worden. "Das tut dem Campus sehr gut."

Die Aufnahme in die Reihe der "Vorbildlichen Bauten" ist bereits die zweite Auszeichnung für die Architektur des Kamp-Lintforter Hochschul-Campus. Die Architekten waren vor einem Jahr schon mit dem "German Design Award" ausgezeichnet worden.

Die Ausstellung "Vorbildliche Bauten NRW" ist bis zum 18. November im Foyer des Kamp-Lintforter Rathauses zu sehen.

(pogo)
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