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Kamp-Lintfort
"Hoerstival" wird diesen Sommer erwachsen

Kamp-Lintfort. Das christliche Musikfestival in Hoerstgen feiert am 29. und 30. August Geburtstag: Es wird 18 Jahre alt. Organisiert wird es von Jugendlichen der Freien evangelischen Gemeinde in Hoerstgen. Von Anja Katzke

Wenn sich Erfolg an Zahlen messen lässt, dann begeistert das Hoerstival seit vielen Jahren junge Musikfans: Die Freie evangelische Gemeinde rechnet mit 500 Besuchern, die am 29. und 30. August in den Lintforter Stadtteil kommen werden: "Wenn man bedenkt, dass Hoerstgen gerade mal 1000 Einwohner hat, dann kommt mit den Musikfans ein halbes Dorf dazu", sagt Andreas Böckler, der in der Freien evangelischen Gemeinde in der Jugendarbeit aktiv ist und zu den Begründern des Hoerstgener Musikfestivals gehört. Angefangen hatte alles vor 18 Jahren.

"Unsere damalige Jugendgruppe wollte ein Treffen für junge Menschen auf die Beine stellen", erinnert sich Böckler. Im ersten Jahr fand eine Video-Nacht statt, im zweiten Jahr erstmals ein Musikfest. "Es kamen so viele, dass wir von unserer Idee, das Hoerstival gleich vier Mal im Jahr zu veranstalten, Abstand genommen haben."

Geblieben ist es bei der Idee, die Organisation der Veranstaltung in die Hände der Jugendlichen in der Gemeinde zu legen: Sie haben die verschiedenen Aufgaben wie Werbung, Technik, VIP-Betreuung, die Tombola, Deko und Aftershow-Party unter sich aufgeteilt. Unterstützt werden die jungen Leute von Gemeindemitgliedern, die früher der Jugendgruppe angehörten, heute aber längst eigene Familien haben.

Sie helfen bei dem Aufbau der Zelte, bei der Elektrik und vieles mehr. Beim Hoerstival selbst dreht sich alles um Jugendliche, ihren Glauben und ihre Musik. Eingeladen sind christliche Bands unterschiedlicher Musikrichtungen. Das Festival startet am 29. August um 18.30 Uhr mit dem Auftritt der Gruppe "Calling Thunder" aus Neukirchen-Vluyn. Es handelt sich um eine Gruppe von rund 20 Trommlern. Anschließend spielt die Musikband "Cardiac move" aus Salzburg. Das Quintett wird sein neues Album auf dem Hoerstival vorstellen. Sein bislang größter Auftritt war vor einigen Jahren auf dem Weltjugendtag in Brasilien. Mit Songs wie "Fishermen" und "What I Feel" sei die Band inzwischen auf allen großen Radiostationen in Deutschland und Österreich zu hören. "Abseits der Musik imponiert besonders das soziale Engagement der Band", teilen die Veranstalter mit. So habe die Gruppe das Projekt "Rock to Bethlehem" ins Leben gerufen, das Menschen im Nahen Osten durch Musik auch unter schwierigen Umständen zu einander bringen möchte.

Ein Wiedersehen gibt es mit "Logos". Die ursprünglich vier Musiker aus Issum haben bereits auf dem ersten Hoerstival im Jahr 1999 gespielt und waren noch drei weitere Male dabei. Für den geistigen Input wird in diesem Jahr Henrik Ermlich sorgen. Der Landwirt aus Ostfriesland hatte von von jetzt auf gleich seinen Traum vom Bauernhof aufgegeben und war für drei Jahre in den Südsudan gegangen, eines der gefährlichsten und ärmsten Länder der Welt. Davon wird er in Hoerstgen erzählen.

Neu ist die Aftershow-Party, zu der alle ab 22.30 eingeladen sind. Ein DJ legt die beliebten Hits aus den Charts auf. Das Hoerstival endet am Sonntag, 30. August, mit einem Jugendgottesdienst. "Die Band MYP begleitet diesen Gottesdienst", sagt Andreas Böckler. Zelten können die Musikfans auf einer nahegelegenen Feuerwehrwiese. Außerdem wird ein Frühstück für fünf Euro angeboten. Der Eintritt zum Festival ist frei. www.hoerstival.de

Quelle: RP
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