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Kamp-Lintfort
Hospizverein schenkt der Mediathek Bücher über den Tod

Kamp-Lintfort. Die Ambulante Hospiz-Arbeit besteht in Kamp-Lintfort seit 15 Jahren. Mitglieder informieren über die Arbeit.

"Es brauchte Menschen für die Sterbenden, aber auch für die Lebenden", erinnert sich Renate Hirt an die Gründung der Ambulanten Hospiz-Arbeit in Kamp-Lintfort vor 15 Jahren. Heute wird der Verein AHA, so die Kurzform, von 70 Mitgliedern und mehr als 30 Hospizhelfern getragen. "Wir sind ein Teil eines großen Netzwerkes", betont Renate Hirt. Dennoch werde diese wichtige Hilfe so lange nicht richtig wahrgenommen, bis sie dann selbst in der Familie oder im Freundeskreis benötigt werde, sagen Ursula Meyer und Petra Papen. "Und dann drängt die Zeit."

Das Jubiläum und die landesweiten Hospiz- und Palliativtage im Oktober hat AHA zum Anlass genommen, auf seine Unterstützungsangebote für Schwerkranke und deren Angehörige aufmerksam zu machen. Denn: "Gestorben wird immer, darüber gesprochen wird viel zu wenig", sagt Dezernent Christoph Müllmann. Die Mitglieder der Ambulanten Hospiz-Arbeit haben eine Medienkiste zusammengestellt, die am Welthospiztag, 14. Oktober, der Mediathek übergeben wird. Darin befinden sich Bücher, DVD und CD, die sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer befassen. Insgesamt sind es 26 Titel, darunter Kinder- und Sachbücher sowie Romane. Die Literatur wird am 14. Oktober zunächst in der Mediathek zur Ansicht ausgestellt werden.

An dem Tag sind auch Mitarbeiter von AHA vor Ort und informieren von 10 bis 13 Uhr über die Arbeit und den Verein. Im Anschluss daran wird die Medienkiste in den Bestand der Bücherei aufgenommen. Die Bücher können ab der darauf folgenden Woche ausgeliehen werden. Renate Hirt kann es sich gut vorstellen, dass auch Schulen die Medienkiste ausleihen und sich im Unterricht mit dem Thema befassen. Ab heute steht auch in der Buchhandlung am Rathaus ein Büchertisch zum Thema.

(aka)
 
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