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Kamp-Lintfort
Kamp-Lintfort führt das Klimabündnis

Kamp-Lintfort. Das Klimabündnis im Kreis Wesel hat gestern dem Asdonkshof die Klimaschutzflagge übergeben. Von Ulrike Rauhut

Seit 2011 zeichnet das Bündnis der Kommunen im Kreis Wesel so im Rahmen der Aktion "Gemeinsam fürs Klima" der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 vorbildliche Projekte und Initiativen aus. Am Asdonkshof wird durch die Verbrennung von Abfällen genug Strom erzeugt, um den eigenen Betrieb inklusive der aufwendigen Filteranlagen betreiben zu können. Der Rest wird in das Stromnetz eingespeist. Das komplette Fernwärmenetz der Städte Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort wird ebenfalls aus der Verbrennung gespeist.

Geschäftsführer Peter Bollig freute sich über die Würdigung des Engagements für den Klimaschutz. "Am Asdonkshof produzieren wir einen klimafreundlichen Energiemix aus (Fern-)wärme und Strom durch die Nutzung von Abfällen, Holzhackschnitzeln und Sonnenenergie", erklärte Bollig. Im Rahmen der feierlichen Veranstaltung übernahm Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt den Vorsitz des Klimabündnisses von seinem Hamminkelnder Kollegen Bernd Romanski. Landrat Ansgar Müller bedankte sich für das Engagement der Stadt Hamminkeln. Romanski betonte, dass große gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel nur bewältigt werden können, wenn man zusammen arbeite. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung des Klimaschutzes müssten die Industrienationen auch eine globale und humanitäre Verantwortung in der Welt übernehmen. Auch der Zusammenhang mit dem Flüchtlingsstrom müsse dabei wahrgenommen werden.

"Veränderungen funktionieren nur, wenn irgendeiner den ersten Schritt macht", sagte Romanski. Das Klimabündnis sei dafür ein guter Anfang. Seit 2010 besteht dieses Bündnis, dem die Kommunen Alpen, Dinslaken, Hamminkeln, Hünxe, Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Sonsbeck, Voerde, Wesel, Xanten sowie der Kreis Wesel angehören. Turnusmäßig hat eine Kommune formell für rund ein Jahr den Vorsitz inne.

Sie nimmt in dieser Zeit organisatorische und koordinierende Aufgaben wahr und repräsentiert das Klimabündnis. Anregungen für weitere Projekte konnten sich die Partner bei einem inspirierenden Vortrag von Michel Weijers holen. Weijers ist Projektmanager für das "Cradle to Cradle" (C2C) -Projekt der Stadt Venlo. C2C, wörtlich übersetzt "Von der Wiege bis zur Wiege" verfolgt die Idee, für Produkte, Rohstoffe und Gebäude umweltschonende Materialkreisläufe zu entwickeln. Die Stadt Venlo hat soeben ihr neues Verwaltungsgebäude fertiggestellt, das konsequent nach diesem Prinzip funktioniert. Die Stadt Venlo ist die erste offizielle C2C-Stadt der Welt und hat Industrieansiedlungen und die Stärkung der Hochschulen so unterstützen können.

Quelle: RP
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