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Kamp-Lintfort
Kamp-Lintfort: Glück gepachtet?

Kamp-Lintfort. Blickt man auf 2015 zurück, so könnte man glauben, die Kamp-Lintforter hätten das Glück gepachtet: Die Ziele, die sich Bürgermeister Christoph Landscheidt, die Fraktionen im Stadtrat, die Verwaltungsmitarbeiter und Bürger zu Jahresbeginn gesteckt hatten, wurden erreicht. Größter Erfolg: Kamp-Lintfort wird 2020 die Landesgartenschau ausrichten. Ihre Vorbereitung wird Politiker und Verwaltung auch in den kommenden vier Jahren stark beanspruchen. Von Anja Katzke

2016 wird sich der Blick aber noch stärker auf die finanzielle Lage der Stadt richten als bisher. Und die ist nicht rosig. Kamp-Lintfort muss ab 2017 jährlich 3,5 Millionen Euro einsparen, um nicht in den Nothaushalt abzurutschen. Ziel ist die schwarze Null im Haushalt 2020. Man darf gespannt sein, wie sich die SPD als Mehrheitsfraktion in dieser Spardiskussion positionieren wird. Aus der CDU hört man, dass sie städtische Leistungen und Zuschüsse auf den Prüfstand stellen will.

Kämmerer Martin Notthoff hat den Fraktionen in der Dezember-Sitzung eine Beratungsgrundlage mit in die Winterferien gegeben. Er hat ein einfaches Prinzip aufgestellt: Wer beispielsweise möchte, dass die Musikschule oder das Jugendkulturzentrum Ka-Liber künftig mit denselben Zuschüssen weiter arbeiten können wie bisher, der muss sich auch Gedanken darüber machen, was sie ihm in Zahlen wert sind. Notthoff schlug als Gegenrechnung in seiner Auflistung die jeweils entsprechende Anhebung der Grundsteuer B vor, die alle Bürger treffen wird. Der Bürgermeister wird sich auch daran messen lassen müssen, ob es ihm gelingt, bereits angestoßene Projekte weiter nach vorne zu bringen. Dazu gehört der Aufbau von Logport, die Umgestaltung des Rathausquartiers, neue Wohnungen für die, die aus den Bunten Riesen ausziehen müssen, Bahnanschluss und Kino.

Und auch in Kamp-Lintfort wird es eine Herausforderung sein, den Flüchtlingen ein erstes Zuhause im neuen Land zu geben. Bürgermeister und Politiker können hier auf eines bauen: auf die große Hilfsbereitschaft der Kamp-Lintforter.

Quelle: RP
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