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Kamp-Lintfort
Kamp-Lintfort schaltet Solardachkataster online

Kamp-Lintfort: Kamp-Lintfort schaltet Solardachkataster online
FOTO: Dieter Ackermann
Kamp-Lintfort. Hauseigentümer können sich auf der Homepage der Stadt informieren, ob sich für sie Solaranlagen lohnen. Von Anja Katzke

Christoph Landscheidt war vermutlich der Erste, der das neue Serviceangebot auf der Internetseite der Stadt Kamp-Lintfort ausprobierte: Seit gestern steht das Solardachkataster online. Dort können sich alle Immobilienbesitzer in der Stadt darüber informieren, ob sich Solartechnik auf ihren Dächern überhaupt lohnt. Über einen Link wird interessierten Hauseigentümern wie dem Bürgermeister auf der Internetseite ein digitales Rechentool für Photovoltaik- und Solaranlagen kostenlos zur Verfügung gestellt, mit dem man prüfen kann, ob sich das Dach eignet, und die Wirtschaftlichkeit einer solaren Nutzung berechnen lassen kann.

Das Serviceangebot ist eine Umsetzung aus dem Klimaschutzkonzept, das die Stadt auf den Weg gebracht hatte. Das Solardachkataster ist auf Initiative des Regionalverbands Ruhr (RVR) für die gesamte Region entwickelt worden. Die Daten stammen aus Überflügen der Städte. "Für Kamp-Lintfort stammen die Daten aus dem Jahr 2015", berichtete Axel Witzke, der im Rathaus die Koordinierungsstelle Klima- und Umweltschutz leitet. Die Rechentools würden alle drei bis fünf Jahre aktualisiert und dienten nur einer ersten Information. "Bei Interesse sollten die im Solardachkataster ermittelten Werte von einem Experten überprüft werden", sagte Witzke. Die Handhabung des Solardachkatasters ist relativ einfach. Hausbesitzer gelangen über die Eingabe des Stadtnamens und der Anschrift an die örtlichen Daten. "Ein integrierter Wirtschaftlichkeitsrechner errechnet dann für die ausgewählte Fläche, ab wann sich Investitionen in eine Anlage lohnen. Der Rechner berücksichtigt auch Faktoren wie die Dachflächengröße, die Ausrichtung, Neigung und Verschattung durch Bäume und Bauwerke."

Bislang werden in Kamp-Lintfort 330 Anlagen betrieben. Das weiß Andreas Kaudelka, Geschäftsführer der Stadtwerke zu berichten. Auch der Energieversorger bietet Hauseigentümern, die sich für Potovoltaik- und Solaranlagen interessieren, eine Beratung. "Wir stehen als neutraler Ansprechpartner zur Verfügung, da wir selbst keine Anlagen verkaufen." Die Stadtwerke vermitteln auch Fachinstallateure. Zudem bieten sie einen Tarif, mit dem Hausbesitzer mit Solaranlage ihren Reststrombedarf abdecken können.

Quelle: RP
 
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