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Kamp-Lintfort
Kamp-Lintforter sagen ja zur Gartenschau

Kamp-Lintfort: Kamp-Lintforter sagen ja zur Gartenschau
Ein Ja aus Blumen formten die Teilnehmer der zweiten Arena zum Abschluss vor der Stadthalle. FOTO: Christoph Reichwein
Kamp-Lintfort. Bei der zweiten Arena sind die aktuelle Planung sowie Melodie und Refrain des Laga-Lieds vorgestellt worden. Von Eileen Winkendick

Zum Abschluss der zweiten Landesgartenschau-Arena stellten sich Bürgermeister Christoph Landscheidt, Gäste und Referenten in Position um ein aus Blumen geformtes "Ja": Ein Bild, das den allgemeinen Willen unterstrich, die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort durchzuführen. Vorher war es in der Stadthalle um den aktuellen Stand der Planung gegangen. Die Gartenschau werde nicht nur dem Image der Stadt guttun, sie sei auch wichtig für die strukturelle Entwicklung der Stadt, sagte Bürgermeister Christoph Landscheidt: "Das Bergwerkgelände kann sinnvoll reaktiviert werden, Gastronomie und Einzelhandel können davon profitieren und das auch über die Grenzen hinaus."

Die Kosten für das Projekt werden sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag belaufen, demgegenüber stehen die Fördergelder. "Wir haben 40 Hektar Industriebrache mitten in der Stadt, die attraktiv gestaltet wird. Die Landesgartenschau hat einen Mehrwert, den man nicht nur in Zahlen messen kann", erläuterte Landscheidt. Die Bemühungen um eine tadellose und aussichtsreiche Bewerbung, die am ersten September abgegeben werden soll, sind enorm. Von rund 845 000 Besuchern wird ausgegangen, kalkuliert wird aber vorsichtiger, nämlich mit 564 000 Besuchern. Das Marketing- und Mobilitätskonzept wurde Ende April abgeschlossen. In Zusammenarbeit mit der Planersocietät Düsseldorf wurden Stellplatzkonzepte entwickelt, die den Bau von neuen Parkmöglichkeiten vermeiden, die später nicht mehr genutzt werden, und gleichzeitig die Innenstadt vom Verkehr entlasten. Je nach Wochentag können durch sinnvolle Planung die bereits vorhandenen Plätze "zugeschaltet" werden.

Im Ausstellungsbereich wurden Wege für Fußgänger (Wandelweg) und Routen für Shuttlebusse konzipiert. Im Bereich Marketing wurden mit der Kölner Agentur Compass die vielfältigen Ideen der Bürger aufgegriffen: Denkbar sind ein Klima- und Energiepark mit Infos zu Sonnen-, Windenergie und Klimawandel, ein Erlebnisbauernhof, Sportflächen, Paradiesgärten, ein Naturlehrpfad, eine "Draußen-Kirche".

Im Laga-Förderkreis mit mittlerweile über 300 Mitgliedern engagieren sich verschiedene Arbeitsgruppen. Katrin Heitmann von der AG "Kamp-Lintforter Gärten" möchte eine jährliche Veranstaltung etablieren, bei der jeder seinen Garten für Gäste öffnen kann. Die AG "Grün-und Bunt" kümmert sich um erste Bepflanzungen und verschönert Laternen und Bäume durch Strickmuster. Und wenn die Jury im Oktober Kamp-Lintfort besucht, soll sie mit einem eigens kreierten Gebäck überrascht werden.

Der größte Applaus galt dem Lied für die Landesgartenschau. Der Refrain "Wir wollen ein Meer aus Blumen sehen" fügt sich in eine moderne Musik, stilistisch angelehnt an Andreas Bourani. Die Strophen sollen von Jugendlichen im Rahmen eines Workshops des Kulturvereins Ka-LIBER gedichtet werden.

Quelle: RP
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