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Kamp-Lintfort
Kamp-Lintforterin schreibt Frauenroman

Kamp-Lintfort: Kamp-Lintforterin schreibt Frauenroman
Barbara Klein aus Kamp-Lintfort hat unter dem Pseudonym Brenda Frederic den Roman "Irlandsonne" veröffentlicht. FOTO: Klaus Dieker
Kamp-Lintfort. Autorin Brenda Frederic hat mit "Irlandsonne" ihren ersten Roman für Frauen vorgelegt. Ihre Protagonistin Sandra bringt den Mut auf, aus eingefahrenen Familienverhältnissen auszubrechen. Von Anja Katzke

"... und sie heirateten, lebten glücklich in ihrem neuen Haus, bekamen ein zauberhaftes Kind und dachten, es werde immer so weitergehen..." Nein, das ist nicht etwa das Ende des Romans "Irlandsonne", den Barbara Frederic jetzt im Verlag "Edition Oberkassel" veröffentlicht hat. So lautet der erste Satz, und dieser lässt erahnen, dass die Liebesgeschichte anders enden wird als gedacht. "Es geht um eine normale Frau mit einem normalen Alltag, so wie ihn viele erleben. Bis dann so kleine Nagetiere in ihr auftauchen und fragen: Willst Du so weiterleben", skizziert die Autorin die Idee zu ihrer Geschichte. Brenda Frederic ist ein Pseudonym. Dahinter steht die Kamp-Lintforter Autorin und Lektorin Barbara Klein.

"Irlandsonne" ist ein 302-Seiten-Roman für Frauen. Wobei es Brenda Frederic wichtig ist, keine neue Rosamunde Pilcher zu sein. In ihrem ersten Frauenroman geht es zwar um Liebe und um Herzschmerz. Die Autorin interessiert sich jedoch für das Dahinter, für verborgene Sehnsüchte und Wünsche. "Ich fände es schön, wenn sich Frauen in der Geschichte wiederfinden und lesen, was meine Protagonistin wagt, um aus ihrem alten Leben auszubrechen", erläutert die 47-Jährige, die nach etliche Lebensstationen in Nordrhein-Westfalen und Kanada seit etwa zwei Jahren in Kamp-Lintfort lebt. "Es geht um den Umgang mit der Eifersucht und den Verlust von Sicherheit. Es wird aber auch ein Kriminalfall behandelt."

Der Roman spielt in Köln, Irland und mit Streifzügen auch in der Eifel und in der Toscana. Orte, die die Autorin bestens kennt. "Ich bin in Köln aufgewachsen. Und Irland ist so ein wunderschönes Land, in das ich mehrfach gereist bin. Ich war in fast allen Landesteilen. Dieses Land ist so beruhigend wie Balsam. Es ist diese herrliche Ruhe, die mich fasziniert." Brenda Frederic ist es wichtig, die jeweiligen Orte detailgetreu und authentisch zu beschreiben. Fotografien sind da eine große Unterstützung. "Ich nehme mir aber auch Freiheiten heraus, nicht jeder Baum, den ich im Roman beschreibe, steht dort wirklich." Die Autorin, die auch unter ihrem echten Namen Romane, Krimis, Kurzprosa und Lyrisches geschrieben hat, hat es sich mit ihrem ersten "Frauenroman" nicht leicht gemacht. "Ich habe viele Jahre an dieser Geschichte geschrieben, immer wieder etwas geändert und auch die Hauptfigur schließlich neu konzipiert. "Ein Buch muss seinen Leser packen, dann ist es erst ein gutes Buch. Ich möchte als Autorin meine Leser unterhalten und es ermöglichen, dass sie in eine andere Welt eintauchen können."

Brenda Frederic sagt von sich, ein Schreib-Mensch zu sein. "Schreiben ist für mich eine Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen. Aber ohne Kaffee und Schokolade geht es nicht", erzählt die Autorin schmunzelnd. "Ich mag den Umgang mit der Sprache. Mit ihr kann man neue Bilder entstehen lassen. Schon im Sommer soll in der "Edition Oberkassel" ein weiterer Brenda-Frederic-Roman erscheinen - als E-Book, berichtet die Autorin, die hauptberuflich im sozialen Bereich tätig ist und nebenberuflich Text-Coaching und Schreibkurse anbietet.

Brenda Frederic, Irlandsonne, Edition Oberkassel, 11,99 Euro, ISBN: 978-3943121-834

Quelle: RP
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