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Kamp-Lintfort
Kinder entdecken die Lust an der Bewegung

Kamp-Lintfort: Kinder entdecken die Lust an der Bewegung
Das Ziel im Blick: Einer der jungen Fußballer, die um den Titel des "Superdribblers" gekämpft haben. FOTO: klaus dieker
Kamp-Lintfort. Mehrere Hundert Jungen und Mädchen waren bei "Speed4" und "Kia sucht den Superdribbler" in Kamp-Lintfort auf den Beinen. Von Peter Gottschlich und Josef Pogorzalek

Onur-Isa Köylü von der Grundschule am Pappelsee ist das schnellste Kind aus Kamp-Lintfort - jedenfalls auf dem Speed4-Parcours. Am Wochenende durchlief er die Strecke, auf der es auf Antritt, Schnelligkeit, Wendigkeit und Reaktion ankommt, in 4,96 Sekunden. Kein Kind war an diesem Tag schneller. Schnellstes Mädchen wurde Samia Müller von der Hundertwasser-Grundschule Neukirchen-Vluyn. Die Viertklässlerin spurtete nach 5,08 Sekunden über die Ziellinie.

Als Sieger dürfen sich allerdings auch die anderen Teilnehmer fühlen, haben sie doch alle ihr Bestes gegeben. Rund 130 Mädchen und Jungen machten am Samstag beim Kamp-Lintforter Speed4-Finale auf dem Gelände des Autovertriebs GECA mit, angefeuert von mitfiebernden Müttern, Vätern, Freunden und Geschwistern. An den Tagen vorher hatte es Vorläufe in den genannte Grundschulen gegeben, bei denen insgesamt über 500 Kinder mitgemacht hatten.

"Immer mehr Kinder sitzen nur noch vor dem Fernseher", erklärte Wolfgang Paes, Erfinder des computergestützten Parcours. "Im Vordergrund der Speed4-Meisterschaft steht neben dem Resultat ganz klar die Erfahrung für die Kinder, ein echtes Sportereignis aktiv miterlebt zu haben. Mit unserer Aktion wollen wir die Tür in den Sportverein und zum regelmäßigen Sporttreiben öffnen." Derzeit ist Paes mit seinem Team und dem Laufwettbewerb auf Tournee durch insgesamt 60 Städte in Deutschland.

Parallel veranstaltet Paes einen zweiten Wettbewerb: die "Superdribbler"-Meisterschaft. "In den Schulen müssen wir komplett ohne Werbung auskommen, erklärt er. "Bei dem Fußball-Wettbewerb arbeiten wir mit Sponsoren zusammen." So lasse sich das sportliche Gesamtpaket finanzieren. "Sobald man etwas mit Fußball macht, findet man sehr schnell Geldgeber."

Zweimal hieß es denn auch in Kamp-Lintfort "Kia sucht den Superdribbler". Schon beim Vorentscheid auf dem Gelände des TuS Fichte Lintfort hatten an die 200 junge Fußballtalente versucht, einen Ball so schnell wie möglich um fünf Pylone hin- und zurück zu dribbeln. Beim Finale am Samstag machten noch einmal 150 Nachwuchs-Kicker mit. Sponsor Kia stiftete Trikotsätze für teilnehmende Vereine. Beim Dribbeln auf vier parallelen Bahnen liefen Fernsehkameras mit. Ausschnitte des Wettbewerbs sind am Mittwoch um 22 Uhr und Donnerstag um 16.30 Uhr beim neuen Sender NRW-TV zu sehen.

Sieger wurde Tim Burmann, Jahrgang 2003, aus Alpen. Der D-Jugend-Spieler der Viktoria führte die Lederkugel in 5,942 Sekunden ins Ziel. "Die Zeit ist schon etwas Besonderes", meinte Wolfgang Paes anerkennend. Schließlich hat auch der bisher beste Superdribbler einen Wert unter sechs Sekunden erreicht: Es ist Lionel Messi. Der Barca-Spieler, mehrfacher Weltfußballer des Jahres, schaffte eine Zeit von 5,125 Sekunden.

Wie die fünf Besten der verschiedenen Jahrgänge, kann Tim Burmann im August an der Regionalausscheidung in Köln teilnehmen und sich dort für das Bundesfinale qualifizieren. Es findet statt im September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt. Die Sieger gewinnen ein Treffen mit den Spielern ihres Lieblingsvereins.

Quelle: RP
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