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Kamp-Lintfort
Kinderuni: Batterien einfach selbst bauen

Kamp-Lintfort. Das Sommersemester startet mit einem Experiment und einer kurzen Vorlesung. Beides steht anlässlich der Klimawochen unter dem Motto "Eis für die Eisbären". Dabei geht es um die Erderwärmung. Von Peter Gottschlich

20 Kinder haben in einem Versuchsraum der Hochschule Rhein-Waal Batterien selbst gebaut. Wie Menschen, die im Labor arbeiten, setzten sie Schutzbrillen auf, um nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung von Professorin Dr. Daniela Lind zu einem Tisch zu gehen und sich mit den Versuchsmaterialien einzudecken.

In Vierergruppen holten sie sich zwei Plastikbecher, zwei Alufolien, zwei Kupferbleche eine Leuchtdiode und drei Kabel mit Krokodilklemmen. Sie befüllten beide Becher mit warmem Wasser. In einen gaben sie außerdem einen Kaffeelöffel mit Soda und Salz. Sie verbanden jeweils das Kupferblech und die Alufolie mit den Kabeln, um sie abwechselnd in die Becher zu stecken. An einer Stelle unterbrachen sie das eine Kabel, um es an die Leuchtdiode zu halten. Diese leuchtete, was die Kinder faszinierend fanden.

"Das ist eine kleine Batterie", sagte Ellen Tijsse-Klasen, die zu den vier wissenschaftlichen Mitarbeitern gehörte, die den Versuch betreuten. "Leider leuchtet die Diode nur für kurze Zeit." Den Erwachsenen, die ihre Kinder begleiteten, erläuterte sie: "Die Batterie erzeugt eine Spannung von einem Volt. Es herrscht ein Spannungsgefälle zwischen Kupfer, das edler ist, und Aluminium, das weniger edel ist."

Mit diesem Experiment begann die Vorlesungsreihe der Hochschule im Sommersemester, das gerade gestartet ist. Meist lädt die Kinder-Uni der Hochschule Rhein-Waal zu vier Vorlesungen im Semester ein, so wie in diesem Sommersemester. Zwei davon finden auf dem Campus in Kleve statt, zwei auf dem Campus in Kamp-Lintfort.

Die Vorlesungen sprechen vor allem Kinder von acht bis zwölf Jahren an, wobei die erste gleichzeitig eine Sonderveranstaltung zur Klimawoche Ruhr war. Deshalb trug die Vorlesung den Titel "Eis für die Eisbären" und Dr. Daniela Lind erläuterte, bevor es für die jungen Forscher so richtig losging, kurz die Erderwärmung, die auch auf das Klimagas Kohlendioxid zurückzuführen ist.

Die Kinder kommen aus der näheren Umgebung der Hochschulstandorte, in Kamp-Lintfort vor allem aus Moers, Neukirchen-Vluyn, Rheurdt, Alpen, Rheinberg sowie Kamp-Lintfort.

Der Eintritt zu den Vorlesungen ist frei. "Eine Anmeldung ist nicht erforderlich", sagt Dr. Martin Kreymann. Als zdi-Koordinator für den Campus Kamp-Lintfort organisiert er die Vorlesungen in der Hochschulstadt.

Die nächste Veranstaltung findet bereits in drei Wochen auf dem Campus an der Friedrich-Heinrich-Allee statt. Am 11. Mai lädt die Kinder-Uni in Kamp-Lintfort ab 17.15 Uhr zu einer Vorlesung ein, in deren Mittelpunkt die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich steht. "Die Physikanten - Europameisterschaft durch Wissenschaft. Wie uns die Physik zum Titel führt", lautet der Titel. Die Comedy-Wissenschaftler zeigen, wie die Wissenschaft den deutschen Kickern den Weg zum Titel ebnen kann. Wie können sie gefährlichen Freistößen begegnen? Was passiert, wenn das runde Leder kräftig unter Druck gesetzt wird? Welche Chance hat ein Torwart bei einem Elfmeter? Diese Fragen beantworten die Experten mit rasanten Experimenten. Dazu nehmen sie im Audimax der Hochschule unter die Lupe, wie sich die Jungen um Jogi Löw die Unterstützung der Fans sichern können.

Infos zur Kinder-Uni über die Internetseite www.hochschule-rhein-waal.de oder telefonisch beim zdi-Koordinator Dr. Martin Kreymann unter 02842 90825271.

Quelle: RP
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