| 00.00 Uhr

Kamp-Lintfort
Klimawochen am linken Niederrhein

Kamp-Lintfort: Klimawochen am linken Niederrhein
Vertreter der sieben Städte und Gemeinden stellten ihre Projekte im Asdonkshof vor. FOTO: Marcus Koopmann
Kamp-Lintfort. Sieben Städte und Gemeinden machen sich am linken Niederrhein stark für den Klimaschutz: Vom 9. bis zum 17. April gestalten sie eine Woche lang gemeinsam als eine Region die Klimawochen Ruhr 2016. Von Anja Katzke

Für ein gutes Klima setzten sich die sieben Städte und Gemeinden konsequent ein, seitdem sie sich 2010 im Kreis Wesel zum Klimabündnis zusammengeschlossen haben. Vom 9. bis zum 17. April wollen Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn, Alpen, Sonsbeck und Xanten ihren Bürgern mit Veranstaltungen und Aktionen ihre inzwischen entwickelten Projekte vorstellen. Sie sind damit Teil eines großen Projekts, das der Regionalverband Ruhr (RVR) in der Metropole Ruhr angestoßen hatte: die ersten Klimawochen 2016. Das komplette Programm umfasst rund 250 Veranstaltungen in zehn Wochen.

Auftakt der Klimawochen war Anfang April rechtsrheinisch in Dinslaken. Xanten übernimmt den Staffelstab am Samstag, 9. April. Auf dem Marktplatz finden verschiedene Aktionen zum Thema Elektromobilität und Tourismus statt. Geplant ist eine Radtour entlang der Boxteler Bahn, einer Bahntrasse, auf der ein interkommunaler Radweg entsteht. Außerdem gibt die Stadt Einblicke in das Nahwärmenetz, das klimaschonend Schulen, Geschäfte und eine große Wohnanlage aus einem zentralen Blockheizkraftwerk mit Wärme versorgt.

In Sonsbeck können sich Bürger am Dienstag, 12. April, über Energiesparpotenziale für Gebäude informieren. Hauseigentümer, für die bereits Wärmebilder bei einer Flugthermographie erstellt wurden, bekommen die Gelegenheit, mit Energieberatern zu sprechen. Die Gemeinde Alpen lädt für den 12. April ein, in der Sekundarschule auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Energie zu gehen. In der interaktiven Show "Smart Energy" stellt ein Chemiker Experimente vor, die ein Grundverständnis von Energie vermitteln. Am Mittwoch, 13. April, machen die Klimawochen Ruhr dann in Kamp-Lintfort Station. Auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum Ek3 geht es von 11 bis 17 Uhr um Elektromobilität, klimaschonendes Heizen und Energiesparen für Jedermann. Autohäuser stellen ihre Elektrofahrzeuge für Testfahrten zur Verfügung. Stadtwerke und Polizei machen den Besuchern Segway- und Fahrradangebote. Es werden Fairtrade-Produkte vorgestellt. Außerdem fährt ein Pendelbus zur Bäckerei Büsch, die das Energiemanagement in ihrer gläsernen Produktion vorstellt, und zum Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof.

Kamp-Lintfort übergibt den Staffelstab symbolisch an Neukirchen-Vluyn mit der Überfahrt des Elektroautos Tesla. Das schnittige Fahrzeug steht laut Veranstalter als Sinnbild für die Ziele des Klimabündnisses im Kreis Wesel. Besucher haben die Gelegenheit, eine Probefahrt zu unternehmen. In Neukirchen-Vluyn werde der Klimaschutzgedanke von einem starken Ehrenamt mitgetragen, betont Agenda-Beauftragte Marion May-Hacker. Die Neukirchen-Vluyner sind am 14. April zur Pflanzung der Winterlinde, des Baums des Jahres 2016, eingeladen. Per Rad geht es im Anschluss zu weiteren Jahresbäumen und zum Picknick auf den Bauernmarkt. Ausgebucht ist die Radtour, die Neukirchen-Vluyn, Moers und Enni organisiert haben. Am Neumarkt in Moers findet am 15. April eine E-Mobilitätsshow statt. Am 16. April können Interessierte den Neubau der Kita an der Orchideenstraße mit einer Photovoltaik-Anlage besichtigen.

Abschluss der linksniederrheinischen Klimawochen ist in Rheinberg. Dort öffnen Energiesparer, die ihre Häuser bereits energetisch saniert haben, am 16. April ihre Türen zur Besichtigung. Informationen zum Programm gibt es auf den jeweiligen Internetseiten der beteiligten Städte und Gemeinden.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kamp-Lintfort: Klimawochen am linken Niederrhein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.