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Kamp-Lintfort
Komödien, Kabarett und Musik

Kamp-Lintfort: Komödien, Kabarett und Musik
Nessi Tausendschön bereichert das Theaterprogramm der Stadt Kamp-Lintfort. Der Spielplan für die neue Saison wurde jetzt im Kulturausschuss vorgestellt. FOTO: Bernd Schaller
Kamp-Lintfort. Kulturbüro stellt Theater- und Kulturprogramm für die Spielzeit 2016/2017 vor. Freilichttheater Kamp wird abgespeckt. Von Anja Katzke

Der Kamp-Lintforter Theaterspielplan kommt bei den Zuschauern gut an: In der aktuellen Saison hat das städtische Kulturbüro 618 Abonnements verkauft. "Dies ergibt eine sehr gute Auslastung von 85 Prozent", teilte Petra Niemöller, Leiterin des Kulturbüros per Drucksache im Kulturausschuss mit. Für die neue Spielzeit schlägt die Verwaltung sieben Stücke im Abonnement vor, darunter drei Komödien, ein Kabarett, eine musikalische Produktion sowie zwei Schauspiele. Das Westfälische Landestheater wird die neue Spielzeit Ende September mit einer musikalischen Produktion eröffnen. Das Theater erzählt die "Buddy Holly Story".

Im November wird die bekannte Schauspielerin Susanne von Borsody mit dem Schauspiel "Der letzte Vorhang" in Kamp-Lintfort erwartet. Damit setzt das Kulturbüro die Zusammenarbeit mit der Konzertdirektion Landgraf fort. "Maria, ihm schmeckt's nicht" heißt es im Dezember. Das Stück dürfte vielen bekannt sein. Maria, ihm schmeckt's nicht" ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 2009, deren Drehbuch nach einem Roman von Jan Weiler entstanden ist. Im Januar 2017 gastiert das Berliner Kriminaltheater mit der Krimikomödie "Außer Kontrolle" in der Kamp-Lintforter Stadthalle. Das Kulturbüro hat gleich mehrere Produktionen vom Westfälischen Landestheater gebucht: die dritte ist die Hitler-Satire "Er ist wieder da". Das Landestheater Burghofbühne, das aktuell im Fokus der Spar-Diskussion im Weseler Kreistag steht, kommt im März 2017 nach Kamp-Lintfort. Es spielt die Komödie "Männerhort". Die Spielzeit endet im April 2017 mit einem Kabarettabend. Eingeladen ist Nessi Tausendschön. Das Kulturbüro rechnet zur kommenden Spielzeit mit 5200 Besuchern. Dennoch wird sie voraussichtlich mit einem Minus von 24.750 Euro abschließen.

Das Kamper Theaterfestival, das 2014 aufgepeppt und modernisiert worden war, stieß nicht auf die erhoffte Resonanz des Publikums. So seien die neu engagierten Theater nicht so gut angekommen, teilte die Verwaltung in ihrer Vorlage zum Kulturausschuss mit. Man habe lediglich eine Auslastung von 55 Prozent erreicht, so dass die Bezuschussung durch den Unternehmerkreis gestiegen sei.

Das Kulturbüro hat vor diesem Hintergrund Vorschläge erarbeitet, wie das Freilichttheater 2016 aussehen könnte und welche Alternativen es zu diesem Veranstaltungsformat gibt. Ergebnis: Das Freilichttheater soll in diesem Sommer in veränderter Form fortgeführt werden. Vorgesehen ist, die Open-Air-Reihe von acht auf vier Vorstellungen zu reduzieren. So sollen die Kosten und das damit verbundene Risiko für die Sponsoren gesenkt werden. Engagiert werden drei Theater: das Landestheater Burghofbühne mit "Frühstück bei Tiffany", das Theater Freudenhaus mit "Butterkuchen - das steckt man nicht drin" und das NN-Theater mit "Metropolis". Das Freilichttheater findet an zwei Wochenenden im Juli statt.

Geplant ist auch die Umsetzung eines neuen Gastronomiekonzepts, das ein Angebot von regionalen Speisen und Getränken beinhaltet. Kooperiert wird unter anderem mit der Metzgerei Selders, der Bäckerei Gerhards und Geiling's Bräu.

Quelle: RP
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