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Kamp-Lintfort
Komponierte Landschaften auf 1,5 Hektar

Kamp-Lintfort: Komponierte Landschaften auf 1,5 Hektar
Bernhard Grund in seinem aufwendig gestalteten Garten. In den Teichen leben Koi-Karpfen und Störe. FOTO: Dieker Klaus
Kamp-Lintfort. Bernhard Grund zeigt am 4. und 5. Juni zum "Tag der offenen Gartenpforte" seinen Garten in der Oststraße. In der aufwendig gestalteten Anlage mit vielen Bäumen und verschieden Pflanzen hält er Koi-Karpfen und Störe. Von Jutta Langhoff

Insgesamt 25 Gärten werden am 4. und 5. Juni zum diesjährigen "Tag der offenen Gartenpforte" in Kamp-Lintfort ihre Tore öffnen. Ein großer Teil davon hat bei der vom "Förderverein Landesgartenschau" organisierten Veranstaltung schon häufiger mitgemacht, einige wenige Teilnehmer sind jedoch zum ersten Mal mit dabei. So auch Bernhard Grund mit seinem gut 1,5 Hektar großen Garten in der Oststraße 103.

"Viele unserer Bekannten haben schon immer gesagt, was wir für einen tollen Garten haben", begründete Gerhard Grunds Lebensgefährtin Anneliese Jordan ihren Teilnahmebeschluss. "Da haben wir gedacht, wir könnten ihn auch mal anderen Leuten zeigen." Eine mehr als gerechtfertigte Entscheidung, denn ihr Garten ist in der Tat ungewöhnlich sehenswert. So gibt es dort neben einer Vielzahl von schönen, großen Bäumen, zahllose Areale mit sorgfältig komponierten Minilandschaften aus grünen Büschen, verschiedenfarbig blühenden Stauden, Bodendeckern und kleinen, nur auf den ersten Blick unscheinbaren Steingartengewächsen sowie einen großen Teich mit einem sanft plätschernden Wasserspiel.

Bei näherem Hinsehen erweist sich der Teich als zweigeteilt, und das hat seinen Grund. Im vorderen Teil leben vor allem Karpfen, genauer gesagt Koi-Karpfen, und im hinteren zehn Störe, eine Fischart, die man normalerweise als russische Kaviar-Lieferanten kennt. Nein, Kaviar würden seine Störe nicht produzieren, dazu sei es in unseren Breiten zu kühl, sagt Bernhard Grund und lacht. Der erste Stör sei ein Geschenk gewesen, und dann seien im Laufe der Zeit einfach immer mehr dazu gekommen.

Ähnlich ist es auch bei der Gestaltung des Gartens gelaufen. Bevor Gerhard Grund das Gelände Anfang der 70er Jahre als neues Domizil für seine Gerüstbau- und Industriemontage-Firma gekauft hatte, war es ein alter Bauernhof gewesen. Für dessen Umwandlung in einen Garten hatte er damals einen ortsansässigen Landschaftsbauer engagiert. Später übernahm die weitere Pflege - laut Anneliese Jordan - eine "Frau mit dem grünsten Daumen, der mir je untergekommen ist". Sie selber hat dabei mit der Auswahl immer neuer, besonders schön blühender Gewächse dazu beigetragen, dass der Garten vom Frühling bis zum späten Herbst eine andauernde, bunte Augenweide ist. Und auch im Winter wird es an zwei Stellen in Gerhard Grunds Garten niemals grau. Dafür sorgt zum einen eine mit einem blühenden Panorama der Bodensee-Insel Mainau bedruckte Plane an der Gartengrenze und eine weitere, riesige Plane, die die Seitenwand des firmeneigenen Lagerhauses bedeckt und eine verblüffend realistische Darstellung eines traditionellen Bauernhauses der Blumeninsel Madeira zeigt.

All das können die Besucher am 4. und 5. Juni bestaunen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zu einem sportlichen Cricket- oder Boule-Spiel, sowie zur Besichtigung von sieben abstrakten Metall-Skulpturen eines Künstlers aus Mali, die Gerhard Grund auf Wunsch auch gerne als zeitweise Leihgabe für die kommende Landesgartenschau zur Verfügung stellen will.

Quelle: RP
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