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Kamp-Lintfort
Lichtertour durch Arbeitersiedlung

Kamp-Lintfort. Mitglieder des Laga-Fördervereins entdecken die Geschichte Kamp-Lintforts. Von Peter Gottschlich

Natürlich haben alle eine Taschenlampe dabei, die am Samstagnachmittag zur "Lichtertour durch die Altsiedlung" gekommen sind. Dabei ist es noch hell, als sie am Alten Rathaus zum zweistündigen Spaziergang durch die einstige Arbeiterkolonie des Bergwerkes "Friedrich Heinrich" starten. Aber im Laufe der zweistündigen Runde wird es dunkel, was auch gewollt ist, da die Häuser der Siedlung dann ihre Silhouetten zeigen, die sich nicht wiederholen.

"Die Häuser sehen zwar ähnlich aus, sind aber alle unterschiedlich", berichtet Bernhard Kames, der sich als Mitglied des Vereins Niederrhein in die Geschichte der "Kolonie" eingearbeitet hat. "Es gibt vierspännige, sechsspännige und zum Teil auch achtspännige Häuser, mit vier, sechs und acht Eingängen." Den 14 Teilnehmer der Führung ist das bislang noch nicht richtig aufgefallen, zum Beispiel Andreas Wiesener. "Ich würde mich hier verlaufen, wenn ich nicht wüsste wo ich bin", sagt der Inhaber des gleichnamigen Optikergeschäftes im Fußgängerbereich der Moerser Straße. "Die Häuser sehen auf den ersten Blick gleich aus."

Die anderen Teilnehmer der Lichtertour nicken. Wie er gehören mehrere der Kamp-Lintforter Werbegemeinschaft an, zum Beispiel Vorstandsmitglied Bettina Strobel oder Geschäftsführerin Christine Utermöhlen. Dazu sind fast alle Mitglied im Förderverein der Landesgartenschau 2020. Schließlich ist die Idee zu dieser Tour, die Bernhard Kames als Mitglied des Vereins Niederrhein in unregelmäßigen Abständen immer wieder anbietet, bei der Versammlung "Die Altsiedlung soll bunter werden" des Laga-Fördervereins entstanden. "Die Siedlung ist mit dem Bergwerk gewachsen, das 1912 seine Förderung aufnahm", erzählt Bernhard Kames von der Bedeutung der einstigen Arbeiterkolonie, die mit der Laga 2020 mehr Menschen bekannt werden soll "Sie gilt als größte zusammenhängend Bergbausiedlung des Ruhrgebietes."

Die Tour führt zur Milchhalle am Kleinen Markt, zum Alten Markt und zum Haus des Bergmanns. Von dort geht es weiter zur Marienkirche, dem einstigen Christstollen, der als zweite Kirche im Bistum zu einem Kindergarten umgebaut wurde. Am Barbaramarkt stärken sich die Teilnehmer mit Reibekuchen, um mit viel neuem Wissen zum Alten Rathaus zurückzukehren.

Quelle: RP
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