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Kamp-Lintfort
Lintforter Stadtfest der Regenschirme

Kamp-Lintfort: Lintforter Stadtfest der Regenschirme
Händler und ´Besucher versuchten, aus dem katastrophalen Wetter am Samstag das beste zu machen. Echte Feststimmung kam aber erst am gestrigen Sonntag auf. FOTO: Klaus Dieker
Kamp-Lintfort. Weil es am Samstag ununterbrochen regnete, kamen deutlich weniger Besucher in die Innenstadt als sonst. Der verkaufsoffene Sonntag, an dem das Wetter besser wurde, lief dann zum Glück deutlich besser. Von Peter Gottschlich

Die Händler hatten ihre Waren mit Plastikfolien abgedeckt. Die Trödler bauten vorzeitig ab, wie die Händler, wenn sie überhaupt gekommen waren. Und die Besucher, die anders als die Regenwolken nicht strömten, waren mit Regenschirmen unterwegs. Schließlich regnete es am Samstag, dem ersten Tag des Stadtfestes, ununterbrochen, wenn auch nicht immer stark. "Das Wetter war am Samstag nicht prickelnd", meinte Bettina Strobel als Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft. "Ändern kann man es aber nicht, so wenig wie beim Geisbruchfest vor drei Wochen. Da hat es genauso geregnet, obwohl am zweiten Wochenende im September sonst immer schönes Wetter war. Dafür war das Stadtfestwetter am Sonntag etwas besser. Da kamen mehr Besucher."

In den letzten vier Jahren hatte der Werbegemeinschaft immer der Sonne gelacht, nachdem das Stadtfest 2012 verregnet gewesen war. Sie hatte diese Stadtfeste am ersten Samstag im Monat beginnen lassen, um sie mit dem einem verkaufsoffenen Sonntag zu beenden. Diesmal wählte sie den letzten Samstag im September aus. "Wir wollten nicht mit dem Moerser Herbst kollidieren wie in den Vorjahren", erläuterte Andreas Wiesner als Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft das Vorziehen des Termins. "Jetzt haben wir uns bewegt. Dabei steht noch in den Sternen, ob der Moerser Herbst am 7. und 8. Oktober überhaupt stattfindet." (Inzwischen steht dies fest, siehe den Text unten.)

Neben dem Termin gab es eine zweite Neuerung beim Stadtfest, das die Werbegemeinschaft zum 33. Mal organisierte. Das Quartiersbüro Mitte lud zur ersten Aktionsmeile "Aktiv älter werden in Kamp-Lintfort" ein. Auf der Meile präsentierten sich 15 ganz unterschiedliche Vereine und Institutionen. Zum Beispiel zeigte der Post-Sport-Verein wie Senioren mit und ohne Ballroboter Tischtennis spielen können. Die Mediathek machte auf ihr Angebote für Menschen mit Demenz aufmerksam. Oder das Friederike-Fliedner-Haus stellte sein püriertes und passiertes Essen für Menschen mit Schluckbeschwerden vor. "Die meisten Stände sind im Foyer des Rathauses aufgebaut, nicht draußen, wie geplant", berichtete Quartiersentwicklerin Eva Dregger. "Das geht bei diesem schlechten Wetter nicht anders."

Wie in den letzten Jahren nutzen wieder mehrere Vereine die Chance, sich beim Stadtfest zu zeigen. So verteilten Schauspieler Klaus Nerger und Souffleuse Inge Grenzdörfer Informationskärtchen für die nächste Komödie der Bühne 69 "Ein Joghurt für zwei", die am 14. Oktober in der Stadthalle Premiere feiert. "Jedes Stadtfest haben wir einen Stand", sagten die beiden in der verbreiterten Moerser Straße. "Man kommt mit vielen Menschen in Kontakt. Bei Regen ist natürlich nicht so viel los." Die Lintforter Tafel verkaufte Geschirr und Küchenutensilien. "Die Dinge sind gespendet", erzählte Koordinatorin Marion Baas Hahn auf dem Prinzenplatz. "Der Erlös kommt in die Spendendose. Mit dem Geld wollen das Café der Tafel renovieren. Die Hoffnung darauf geben wir nicht auf, wie die Hoffnung auf gutes Wetter."

Quelle: RP
 
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