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Kamp-Lintfort
Logport: Flächen werden vermarktet

Kamp-Lintfort. Die Realisierung des Logistikzentrums auf der ehemaligen Kohlenlagerfläche des Bergwerks West schreitet voran: Ende des Jahres könnten sich vielleicht schon erste Unternehmen ansiedeln. Zuerst steht aber eine erneute Offenlage an. Von Anja Katzke

Drei Jahre nach der Schließung des Bergwerks West ist ein erster Neuanfang absehbar: Bereits im vierten Quartal 2015 könnten sich die ersten Logistik-Unternehmen auf der Brache des früheren Kohlenlagerplatzes der Zeche ansiedeln. Das teilte gestern Julian Böcker, Pressesprecher der Duisburger Hafen AG auf RP-Anfrage mit. "Der Stadtrat in Kamp-Lintfort wird voraussichtlich im Juni den Bebauungsplan beschließen. Im Anschluss können erste Baugenehmigungen beantragt werden." Auf dem rund 30 Hektar großen Areal soll das interkommunale Logistikzentrum "Logport IV" realisiert werden.

Logport Ruhr ist die gemeinsame Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft der RAG Montan Immobilien GmbH und der Duisburger Hafen AG. "Wir sind mit der Vermarktung der Fläche beauftragt", erläuterte Julian Böcker auf RP-Anfrage. Wie der Unternehmenssprecher gestern mitteilte, laufen aktuell die Vermarktungsgespräche mit Interessenten, die sich auf Logport IV ansiedeln könnten. Die Gespräche befänden sich zum Teil bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Der Fokus liege auf Unternehmen der sogenannten wertschöpfenden Logistik sowie auf Handels- und Produktionsunternehmen mit einem erhöhten Flächen- und Logistikbedarf. "Wir strecken die Fühler international aus", betonte Böcker und verwies auf die Ansiedlung eines chinesischen Unternehmens im Duisburger Hafen. Unterstützung bei der Vermarktung der Fläche erhält die Duisburger Hafen AG von der hiesigen Wir4-Wirtschaftsförderung. "Sie leitet Interessenten an uns weiter." Sobald der Bebauungsplan in Kamp-Lintfort beschlossen sei, sollen die Aufbereitungsmaßnahmen auf der ehemaligen Kohlenlagerfläche des im Dezember 2012 geschlossenen Bergwerks West starten. "Dann können interessierte Unternehmen auch die Baugenehmigungen beantragen", erläuterte Böcker das weitere Verfahren. Die Flächen werden an Unternehmen verkauft. Im Rahmen der ersten Ansiedlungen soll dann auch die geplante direkte Abfahrt vom Autobahnzubringer B 528 von der Logport Ruhr gebaut werden.

Der Terhardtshof, die Immobilien am Vinnmansweg sowie das Gebäude der bisherigen Drogennachsorge sollen laut Julian Böcker erst bei Bedarf abgerissen werden. Im Juli vergangenen Jahres waren die Verträge über diese städtischen Flächen und Grundstücke beurkundet worden. Es wurde seinerzeit auch ein städtebaulicher Entwurf mit der Stadt Kamp-Lintfort unterzeichnet.

Der Realisierung des Logistikzentrums in Kamp-Lintfort ging ein intensiver planerischer Prozess zwischen Logport Ruhr und Stadt voraus. Eine erste Offenlegung der Planungen fand im September/Oktober 2014 statt. Ende April ist eine erneute Offenlage für die Bürger und die Träger der öffentlichen Belange vorgesehen. "Es gibt aufgrund parallel verlaufender Verfahren neue Erkenntnisse", erläuterte Monika Fraling, Leiterin des Planungsamts. Sie betreffen die Abschlussbetriebsplanung der Fläche sowie sogenannte Unstetigkeitszonen. Die Planung der Stadtverwaltung ist zeitlich eng getaktet. Die Unterlagen werden nach der Bekanntmachung im Amtsblatt ab Anfang Mai einen Monat lang öffentlich ausgelegt.

Quelle: RP
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