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Kamp-Lintfort
Manfred Klessa erhält das Bundesverdienstkreuz

Kamp-Lintfort. Der 75-Jährige ist Vorsitzender des Stadtsportverbandes. Die Förderung des Sportnachwuchses liegt ihm am Herzen.

Geboren wurde er vor 75 Jahren in Rheinberg, dennoch ist Manfred Klessa ein waschechter Kamp-Lintforter. Und das nicht nur, weil er sein Leben lang hier gewohnt und gearbeitet hat, sondern vor allem wegen seines jahrzehntelangen großen Engagements für alles, was in der Stadt mit Sport zu tun hat.

Gestern erhielt er dafür im Sitzungssaal II des Rathauses mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande die verdiente Würdigung aus der Hand des stellvertretenden Weseler Landrats Josef Devers verliehen. Vorgeschlagen hatte ihn für diese hohe Ehrung der derzeitige Kamp-Lintforter SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider.

Dabei hatte er damit bereits längst weit geöffnete Türen eingerannt, denn Manfred Klessas Wirken in der städtischen Sportszene ist mehr als nur beachtlich. Nachdem er 1968 zunächst als einfaches Mitglied in die Tischtennisabteilung des heimischen Post-Sportvereins eingetreten war, übernahm er dort schon wenig später zahlreiche wichtige Vorstandsaufgaben, wobei ihm schon damals die Förderung des jungen Sportnachwuchses besonders am Herzen lag. Ein Anliegen, dem auch die nachfolgenden Jahre weiterhin sein größtes Engagement gelten solle. So wurde zum Beispiel auf seine Anregung hin ein bis heute noch regelmäßig stattfindender "Aktionstag Sport in Schulen und Vereinen" ins Leben gerufen. Darüber hinaus gilt er als einer der Väter des alljährlich in Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg veranstalteten "Wir4-Städte-Laufs".

"Ein Musterbeispiel für gelungene Kooperation mehrerer Vereine und Kommunen", wie Landrat Devers in der Laudatio anerkennend betonte. Darüber hinaus habe er sich als langjähriger Vorsitzender des Stadtsportverbandes federführend an Bau und Gestaltung einer neuen Sportanlage an der Kamp-Lintforter Realschule und als sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss der Stadt für die Förderung sozial stark benachteiligter Jugendlicher eingesetzt. "Ich bin schon ein wenig erschrocken. Angesichts der Taten, die ich laut meiner Laudatio bisher vollbracht haben soll, müsste ich eigentlich schon 150 Jahre alt sein", bedankte sich Manfred Klessa im Anschluss an die offizielle Verleihungszeremonie mit einem bescheidenen Schmunzeln.

(lang)
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