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Kamp-Lintfort
Mangas läuten Ende des Holiday Fun ein

Kamp-Lintfort: Mangas läuten Ende des Holiday Fun ein
Jen Satora bringt Jugendlichen bei, Mangas richtig zu zeichnen. FOTO: Klaus Dieker
Kamp-Lintfort. Das Ferienprogramm der Stadt schließt nächste Woche mit einer Fahrt ins Phantasialand. Organisatorin Sandra Szumotalski zieht eine positive Bilanz. Sie blickt schon auf das Ferienprogramm in den Herbstferien. Von Peter Gottschlich

Yvonne Dietz hat schon viele Mangas gemalt. "Ich bekomme Füße und Gesichter aber noch nicht so richtig hin", sagte die Gesamtschülerin. Deshalb hatte sie sich zum zweitägigen Mangamalen angemeldet, das gestern im Rahmen des städtischen Ferienprogramms "Holiday Fun" startete. "Ich mag zeichnen", sagte sie, als sie mit neun anderen Jugendlichen in der Bücherei saß, um sich von Jen Satora die Schritte erklären zu lassen, wie die Comicfiguren mit ihren zackigen, märchenhaften und witzigen Köpfen sowie ihren kubischen Körpern entstehen.

"Der Kreis ist das zentrale Element der Mangas, zum Beispiel für Kopf und Gelenke", hörten die Schülerinnen von der Illustratorin aus Moers, deren Schwerpunkt das Zeichnen von Comics ist. "Am besten ist es, den Kreis nicht zu stricheln, sondern mit einer Hand durchzuziehen."

Gestern lernten die Teilnehmer außerdem, Sechsecke aufs Papier zu bringen, aus denen Unterschenkel oder Oberarme entstehen. Heute trainieren sie, Trapeze für den Oberkörper oder Dreiecke für die Füße zu zeichnen. Anschließend malen sie erste Comicfiguren mit Pinselstiften aus.

Mit dem Mangamalen geht das Ferienprogramm Holiday Fun auf sein Ende zu. Am morgigen Freitag bietet Michaela Fahrenholt von der Kamp-Lintforter Malschule noch einem Landschaftsmalkurs an. Nächsten Mittwoch lädt die Bücherei zu einem Spielturnier "Mario Kart 8" ein. Am nächsten Freitag schließt das Ferienprogramm, wenn 50 Jugendlichen mit einem Bus ins Phantasialand nach Brühl bei Köln fahren.

"Die Jugendlichen haben die Angebote gut angenommen", sagt Sandra Szumotalski und zieht eine positive Bilanz. "Viele Jugendliche schätzen es, sich aus den vielen Angeboten ein eigenes Programm zusammenstellen zu können", analysiert die Organisatorin, die für das Amt für Schule, Jugend und Sport im Alten Rathaus arbeitet. "Das hören wir besonders von Jugendlichen aus umliegenden Gemeinden und Städten, wo das nicht so ist und die sich hier anmelden."

Diesmal waren es 26 Angebote für Jugendliche ab zwölf Jahren bis 16 oder 18 Jahren. Davon wurden mehrere zum ersten Mal angeboten, zum Beispiel ein Erlebnistag bei der Feuerwehr, das Bemalen von grauen Trafokästen oder das Mangamalen. "Das Programm ändert sich jedes Jahr", sagt die Organisatorin mit Blick auf die Jugendlichen, die jede Feriensaison einen Teil ihres Geschmackes wechseln.

Szumotalski schaut schon auf die Ferienfreizeit, die sie für die Herbstferien geplant hat. "Holiday Fun Herbst" vereinigt wie "Holiday Fun Sommer" künstlerische, sportliche und spielerische Angebote. Allerdings sind es nicht 26, sondern nur sechs.

Die Jugendlichen können zum Beispiel in einem Schmuckkurs lernen, ihren eigenen Schmuck "einzufädeln". In einem Snowboardkurs können sie im Alpincenter Bottrop üben, auf dem Schneebrett zu stehen und zu gleiten. Oder sie können in die Niederlande fahren, um im Freizeitpark "de Efteling" Spaß zu haben - nur um die wichtigsten Angebote zu nennen.

Quelle: RP
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