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Kamp-Lintfort
Mediathek: Arbeiten im Zeitplan

Kamp-Lintfort. Die Stadtbücherei zieht im Januar 2017 ins renovierten Rathaus-Center ein.

"Zum Januar 2017 kann die neue Mediathek eröffnen", sagte Beigeordneter Dr. Christoph Müllmann gestern Morgen bei einem Ehrenamtsfrühstück für die Aktiven von LesArt. Zuvor hatte der Beigeordnete mit der Büchereileiterin Katharina Gebauer sowie den Innenarchitekten Jochen Usinger und Martin Klein-Wiele die Baustelle der neuen Mediathek besichtigt. "Wir können uns auf die neue Mediathek freuen", meinte er vor 30 Ehrenamtlichen.

Im Oktober hatte der Investor begonnen, die Fläche in dem Teil des Rathauscenters entkernen zu lassen, die hinter dem Bogensportgeschäft von Andreas Bücken an der Freiherr-vom-Stein-Straße liegt. Wie von den Bauarbeitern zu hören ist, befand sie sich in einem besseren Zustand, als es 16 Jahre Leerstand hätten erwarten lassen. Die Entkernung ist jetzt abgeschlossen. "Nach der Vorplanung beginnt nun die Entwurfsplanung", sagt Gebauer. "Die Innenarchitekten planen jetzt, wo die Kabel verlegt und die Regale aufgestellt werden." Dabei haben die Innenarchitekten Jochen Usinger und Marin Klein-Wiele, die mit ihrem Krefelder Architekturbüro UKW bundesweit als Bibliothekplaner bekannt sind, die ursprünglichen Pläne leicht geändert. So kommt ein Spielraum für Jugendliche hinzu, in dem sich Konsolen befinden. Im Foyer befindet sich ein Café, das vom einstigen Café-Madrid-Betreiber Manfred Kant eröffnet wird. Außerdem liegt im Foyer der offene Teil der Bücherei, der täglich neun oder zehn Stunden zugänglich ist. Dort sind Zeitschriften und Sachbücher zu finden. Und es gibt Sitzecken zum Schmökern. "Die endgültige Öffnungszeit steht noch nicht fest", sagt Gebauer. "Denkbar ist eine Zeit von 10 bis 19 Uhr." Davon ist nur eine Kernzeit von 24 Stunden pro Woche von den Mitarbeitern der Mediathek besetzt, in der alle Medien zugänglich sind, also auch die außerhalb des Foyers. 46 Stunden pro Woche sind nur die Medien im Foyer zugänglich, auf die von den Mitarbeitern des Cafés ein Auge geworfen wird.

Rechter Hand des Foyers ist jetzt ein Heimatraum geplant. Dort stehen Bücher des Vereins Niederrhein und der Vereinigung Europäische Begegnungsstätte Kloster Kamp. Mitglieder dieser Vereine können diesen Raum über eine Chipkarte öffnen. Ebenfalls rechter Hand ist ein Besprechungsraum vorgesehen, der mit neuen Medien ausgestattet ist. "Die neue Mediathek ist 50 Prozent größer als die alte", freut sich Christoph Müllmann über die zukünftigen 1500 Quadratmeter. Nach einer ersten Schätzung kostet es 750.000 Euro, die neue Mediathek mit Möbeln und Technik einzurichten. Davon soll das Land 400.000 Euro bezuschussen, so dass 350.000 Euro bei der Stadt verbleiben würden. Die Sanierung des Gebäudes bezahlt der Investor.

Das Krefelder Architekturbüro UKW stellt die Planung zur Mediathek am 17. Januar, 15 Uhr, im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport vor.

(got)
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