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Kamp-Lintfort/Moers
Mehr Kinder lernen Schwimmen

Kamp-Lintfort/Moers. 18 Kindergartenkinder besuchten in den Herbstferien einen Schwimmkurs. Von Peter Gottschlich

Die Anzahl der Kinder, die schwimmen können, geht seit Jahren zurück. "Wir haben sogar Kinder, die nicht unter die Dusche gehen, weil sie dort Wasser von oben abbekommen", erzählt Manuela Kempkes. "Es ist schön, wenn sie schwimmen können, wenn sie in die Schule kommen. In der Schule haben sie zwar Schwimmunterricht. Aber von den 90 Minuten je Woche sind sie nicht viel mehr als 30 im Wasser, wenn die Zeit für An- und Abfahrt sowie das Umziehen abgerechnet wird."

So hatte die Leiterin des Kindergartens St. Marien die Idee, einen Schwimmkurs für Kindergartenkinder anzubieten, die ab August des nächsten Jahres in die Schule gehen. Mit den anderen katholischen Kindergärten in Kamp-Lintfort organisierte sie 2008 erstmals einen Schwimmkurs für "Maxi-Kinder", wie die Kinder im letzten Kindergartenjahr heißen. Als Zeit für den zehntägigen Kurs wählte sie die Herbstferien. "In den Osterferien ist das Schwimmbad für Wartungsarbeiten geschlossen", begründete sie die Wahl. "Weihnachten ist ein Fest der Familie. So blieben die Herbstferien." Die Eltern nahmen das Angebot sofort an, das auf 18 bis 20 Kinder beschränkt ist. "Die Kurse sind immer belegt", erzählt Manuela Kempkes. "Diesmal war der Kurs schon nach zwei Tagen ausgebucht." Schließlich wissen die Eltern um die Qualität. "Es ist fast eine Eins-zu-Eins-Betreuung", sagt Klaudia Bours als Vorsitzende der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft Moers-Rheinkamp, die den Kurs betreut. "Wir stellen sieben Betreuer. Dazu kommen vier Erzieherinnen und sechs Eltern." Eine Stunde sind die Kinder jeden Tag im Wasser des Panoramabades Pappelsee, um das Schwimmen zu lernen. Außerdem lernen sie Regeln kennen, beispielsweise die eigenen Kräfte nicht zu überschätzen oder nicht vom Beckenrand ins Wasser zu springen.

Fast die Hälfte der Kinder schließt den Schwimmkurs mit dem Seepferdchen ab. "Bei uns schwimmen die Kinder 50 Meter, nicht 25", berichtet Klaudia Bours. Diesmal waren es acht von 18. Vier davon bekamen sogar das Schwimmabzeichen in Bronze, für das sie 200 Meter im Wasser zurückzulegen haben. Alle Kinder wurden zudem mit der Wasser-Kibaz-Urkunde ausgezeichnet, die zum ersten Mal vergeben wurde, wobei Kibaz die Abkürzung für Kinderbewegungsabzeichen ist. "Die Miete für das Hallenbad zahlt der Lionsclub Kamp-Lintfort", berichtet Manuale Kempkes. "Dafür sind wir sehr dankbar. Außerdem spenden die Eltern. Wenn sie nichts spenden können, spenden sie nichts." Denn eins ist klar: "Kein Kind wird zurückgelassen."

Quelle: RP
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