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Kamp-Lintfort
Messe stellt viele Ausbildungsberufe vor

Kamp-Lintfort: Messe stellt viele Ausbildungsberufe vor
Am Stand von Tüv Nord konnten die Besucher von "Connect me" per Fernsteuerung Gabelstapler fahren. Wissenswerte Informationen gab's obendrein. FOTO: kdi
Kamp-Lintfort. Schüler und Studenten haben gestern die Gelegenheit genutzt, mit zahlreichen Unternehmen und Institutionen über Ausbildungsperspektiven ins Gespräch zu kommen. Möglich machte es die Messe "Connect me". Von Anja Katzke

Timo Goldschmidt hat seine Ausbildung bei der Lineg vor drei Monaten beendet. Metallbauer mit Fachrichtung Konstruktionstechnik hat er gelernt. Gestern stand er am Lineg-Stand allen Schülern als Gesprächspartner zur Verfügung, die mehr über die verschiedenen Ausbildungsberufe bei der Entwässerungs-Genossenschaft erfahren wollten. "Viele möchten in erster Linie wissen, was die Lineg überhaupt macht", berichtete Goldschmidt, der nach seiner Ausbildung übernommen wurde. Er präsentierte auch den neuen Film, den die Lineg als Unternehmensporträt produzieren ließ. "Der Film soll sogar im Kino gezeigt werden."

Die Ausbildungsmesse "Connect me" fand gestern zum dritten Mal auf dem Campus Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal statt. Initiiert wurde sie vom Netzwerk für Ausbildung und Beschäftigung im Kreis Wesel. Veranstalter ist die wir4-Wirtschaftsförderung. Mehr als 45 Unternehmen, Verbände und Institutionen aus der Region präsentierten sich sowie ihre Angebote für Nachwuchskräfte. Das Besondere an "Connect me" ist sicherlich, dass die Messe den Fokus auf die Ausbildung legt. Sie ist aber zugleich wichtige Praktikumsbörse für die Kamp-Lintforter Studenten.

Silvia Schaafs-Groth, Koordinatorin der Ausbildung bei Dr. Oetker am Standort Moers, zeigte sich gestern angetan von der Resonanz. "Ich bin angenehm überrascht, wie viele interessierte Schüler das Gespräch mit uns suchen und Fragen über unser Unternehmen und unsere Ausbildungsberufe stellen."

Damit ein intensiver Austausch zwischen den Schülern und den Unternehmen entstehen konnte, führten die Veranstalter eine Neuerung ein. Sie schickten die Jugendlichen mit Fragebögen auf eine Rallye über den Campus. Zu jeder teilnehmenden Firma gab es eine Frage zu beantworten. Zum Beispiel: Wie ist der Name Lidl entstanden? Oder: Wofür steht das "E" in der Firmenbezeichnung IMBSE? Auf die Schüler, die alle Fragen richtig beantworten konnten, warteten einige attraktive Preise. Hauptpreis war ein Segelflug. Die Ausbildungsmesse hat sich auch als eine wichtige Informationsplattform etabliert. "Viele Schüler sind zu wenig über die verschiedenen Ausbildungsberufe informiert, die es gibt", berichtete Silvia Schaafs-Groth. "Wenn ich darüber berichte, dass Dr. Oetker junge Leute zu Milchtechnologen ausbildet, bekomme ich oft zur Antwort: Das habe ich ja noch nie gehört."

Neben Dr. Oetker präsentierten sich zahlreiche namhafte Firmen und Unternehmen aus der Region: Die Kreis Weseler Abfallgesellschaft war ebenso vertreten wie das Moerser Unternehmen Marschmann, das Vitalzentrum Hodey in Kamp-Lintfort, Trox in Neukirchen-Vluyn, aber auch die Barmer-Krankenkasse und das Telefonunternehmen Vodafone. Die Polizei kam gleich mit einem Truck nach Kamp-Lintfort, um interessierte Schüler über den Polizeiberuf zu informieren.

Viele der Unternehmen hatten sich besondere Aktionen für die Besucher ausgedacht. Der Tüv Nord hatte zum Beispiel eine Modell-Gabelstapler-Bahn aufgebaut. Dort konnten Schüler sich an einer Verlosung beteiligen. "Erster Preis ist der Stapler-Schein", informierte Kevin Nocon, der selbst beim Tüv Nord eine Umschulung zum Kaufmann für Büromanagement absolviert und wissenswerte Informationen über das Thema parat hatte. Der Moerser Energieversorger Enni nahm mit seiner Kampagne "Neue Helden gesucht" an der Ausbildungsmesse teil. Die Enni stellt 2017 fünf Azubis in den unterschiedlichen Sparten ein. Schüler konnten sich schon gestern bei den neuen Helden einreihen und ein Foto von sich mit nach Hause nehmen.

Quelle: RP
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