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Kamp-Lintfort
Mexiko-Austausch: 20 Jahre Freundschaft

Kamp-Lintfort. Eine kleine Delegation aus der Partnergemeinde in Progreso feierte am Wochenende mit den Gastgebern aus Kamp-Lintfort. Von Jutta Langhoff

Am Anfang waren die Kontakte zwischen der ehemaligen Kamp-Lintforter Gemeinde St. Barbara und der in der mexikanischen Stadt Progreso beheimateten Partnergemeinde Sagrada Corazón de Jesús nicht ganz einfach . Als man vor jetzt genau 20 Jahren zum ersten Mal Kontakt zu den dort lebenden katholischen Christen aufnahm, geschah das zunächst brieflich, wobei sowohl mangelnde Sprachkenntnisse, als auch der bisweilen mehr als sechs Monate beanspruchende Postweg ein nahezu unüberwindliches Hindernis darstellten.

Wie sollte man sich unter diesen Umständen gegenseitig über gemeinsame Glaubensfragen und andere christliche Werte austauschen? Vor allem, wenn man den Anspruch hatte, nicht nur der geldgebende Unterstützer aus dem reichen, europäischen Ausland, sondern ein echter, auf gemeinsamer Augenhöhe befindlicher Partner zu sein. Dass dieser Kraftakt trotz aller Widrigkeiten dennoch gelang, ist schon erstaunlich, dass er darüber hinaus inzwischen 20 Jahre funktioniert, ist einer Gruppe von engagierten Mitgliedern der inzwischen zusammengelegten Großgemeinde St. Josef, dem derzeit elfköpfigen Mexiko-Arbeitskreis zu verdanken.

Am Samstag hatte der Arbeitskreis aus Anlass seines 20-jährigen Partnerschaftsjubiläums eine Feier im Josef-Jeurgens-Haus organisiert, an der neben rund 30 derzeitigen und ehemaligen Kamp-Lintforter Mitarbeitern auch der Pfarrer der mexikanischen Partnergemeinde Sagrada Corazón de Jesús, Padre Felipe, sowie vier weitere seiner Gemeindemitglieder teilnahmen.

Es war nicht ihr erster Besuch in St. Josef. Nachdem man hier schon vor Jahren beschlossen hatte, dass für einen wirklich lebendigen Austausch ganz direkte zwischenmenschliche Kontakte nötig sind, findet bereits seit einigen Jahren ein reger Besuchsverkehr zwischen den beiden Gemeinden statt. So waren zum Beispiel 2003 insgesamt neun Mitglieder des Mexiko-Arbeitskreises in Progreso, und im Gegenzug dazu zwei Jahre später insgesamt 15 Jugendliche von dort in Kamp-Lintfort zu Gast.

Padre Felipe und seine Begleiter werden in den zehn Tagen ihres Aufenthaltes ein abwechslungsreiches Besuchsprogramm haben. So war unter anderem am Sonntag die Teilnahme am traditionellen Erntedankfest der Gemeinde auf dem Hoogenhof in Saalhoff geplant, und in der folgenden Woche will man verschiedene andere örtliche Gemeindegruppen, sowie den "Cari-Treff in der Kamp-Lintforter Innenstadt und die beiden Domstädte Xanten und Köln besuchen.

Am Samstag wurde erst einmal gefeiert. Nach einem gemeinsamen Essen gab es dabei einen, vom Mitbegründer des Mexiko-Arbeitskreises Franz-Josef Deininger zusammengestellten Vortag mit Fotoprojektionen der vergangenen zehn Jahre und anschließend wurde die 20-jährige Partnerschaft in geselliger Atmosphäre gefestigt.

Quelle: RP
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