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Kamp-Lintfort
Mit "Buddy Holly" startet die neue Theatersaison durch

Kamp-Lintfort. Das Musical über die Frühzeit des Rock war ausverkauft, am Ende gab es stehenden Beifall der Zuhörer.

An der Abendkasse hatte Ilona Haje nur einige Karten für "The Buddy Holly Story" liegen, mit der am Freitagabend die Theatersaison 2016/2017 begann. "In dieser Saison haben wir über 640 Abonnenten", erzählte die Mitarbeiterin des Kulturbüros, die das Theaterprogramm plant. "Das ist eine Quote von 89 Prozent. Diese Quote ist ein Knaller und ein Rekord für Kamp-Lintfort. Es sind schon fast Verhältnisse wie bei Heimspielen von Borussia Mönchengladbach."

Wie dort beim Fußball finden hier beim Theater die restlichen knapp 80 Karten ihre Käufer, wenn sie eine gute Vorstellung erwarten können, so wie am Freitagabend in der Stadthalle. Da stand das Westfälische Landestheater auf der Bühne, das schon mehrfach mit Musiktheater in der Hochschulstadt gastiert hatte, zum Beispiel mit der "Rocky-Horror-Picture-Show", einem Rückblick auf die Rolling Stones oder dem Musical "Blues Brothers". Bei diesen Vorstellungen waren alle Karten für die 720 Plätze in der Stadthalle verkauft gewesen.

Auch diesmal blieb kein Sessel frei, als das Westfälische Landestheater mit dem Rock'n'Roll-Musical durchstartete, das von Alan Jones geschrieben wurde und in den 90er Jahren am New Yorker Broadway Erfolge feierte. Es ist eine Hommage an einen der Pioniere des Rock'n' Roll. Buddy Holly hat diese Musik im Blut. Er ist der "Mann mit der Brille", dessen wilder und gleichzeitig feinsinniger Charakter von Dominik Schwarzer perfekt dargestellt wurde. Er ist gerade 20 Jahre alt, als er 1956 den Hit "That'll Be the Day" landet. Mit seiner Band "The Crickets" wird er zum Idol der Jugendlichen. Diese Band gibt Konzerte im Vereinigten Königreich und den USA, wo sie ihre Fans mit Lieder wie "Peggy Sue" oder "Oh Boy" mitreißen.

Buddy, wie er von Freunden kurz genannt wird, lernt Maria Elena Santiago kennen, die er heiratet. Sie hat Albträume von einem schrecklichen Feuerball am Himmel. Doch sie kann ihn nicht davon abhalten, immer wieder in Flugzeuge zu steigen, um zu Konzerten zu reisen, weil er den Rock'n'Roll lebt. Am 3. Februar 1959 stürzt das Flugzeug, in dem zu einem Konzert fliegt, bei einem Schneesturm ab und zerschellt.

Nach diesem traurigen Finale standen alle Zuschauer auf, um minutenlang zu klatschen und ihre singenden Schauspieler nicht mehr aus dem Rampenlicht zu lassen. Erst als diese eine Zugabe gegeben hatten, konnten sie sich nach nochmaligem Applaus verabschieden.

(got)
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