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Kamp-Lintfort
Motorsegler stürzt ab: Der Pilot stirbt

Motorsegler stürzt in Kamp-Lintfort ab: Pilot stirbt
FOTO: Ostermann, Olaf
Kamp-Lintfort. Das Unglück ereignete sich am Sonntag um kurz nach 14 Uhr am Rande der Leucht im Kamp-Lintforter Ortsteil Saalhoff. Der 52-jährige Weseler war sechs Minuten vor dem Absturz am Flugplatz Saalhoff gestartet. Er hatte technische Probleme. Von Uwe Plien

Im Kamp-Lintforter Ortsteil Saalhoff am Rande der Leucht ist am Sonntagnachmittag ein Motorsegelflugzeug abgestürzt. Dabei kam der Pilot, ein 52-jähriger Mann aus Wesel, ums Leben. Der Unfall ereignete sich um kurz nach 14 Uhr. Die Maschine stürzte in der Nähe des Damshofs in ein Feld an der Leuchtstraße, zwischen Xantener Straße (Landstraße 491) und Saalhoffer Straße (Kreisstraße 23) gelegen. Die Ermittlungs- und Räumungsarbeiten ziehen sich bis in die Abendstunden hin. Neben der Polizei und der Feuerwehr sind Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung mit Sitz in Braunschweig am Unfallort.

Die Stelle, an der die Maschine auf den Boden stürzte, liegt nur wenige hundert Meter vom Flugplatz Saalhoff an der Stadtgrenze zu Rheinberg (Alpsray). Dort war der spätere Unglückspilot um 13.57 Uhr alleine mit seinem Motorsegler gestartet. Als er sich um 14.03 Uhr wieder im Anflug auf den Verkehrslandeplatz befand, meldete er sich bei der Flugaufsicht und gab an, aufgrund technischer Probleme durchstarten zu müssen. Unmittelbar danach stürzte das Flugzeug aus geringer Höhe zu Boden.

Möglicherweise befand sich der Pilot auf einer sogenannten Platzrunde. Solche Übungsflüge in geringer Höhe dauern in der Regel sechs Minuten. Bestätigt worden ist das allerdings bisher nicht. Ein Sprecher der Luftsportgemeinschaft Kamp-Lintfort – der Verein ist Betreiber des Verkehrslandeplatzes – sagte auf telefonische Nachfrage lediglich: "Wir geben keine Auskunft."

Der Motorsegler wurde durch den Aufprall komplett zerstört. Hannes Welke, Luftfahrt-Sachverständiger für Flugbetrieb und Flugsicherung und gestern im Auftrag der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung am Absturzort, sagte, es würden nun Voruntersuchungen eingeleitet. Die Wrackteile wurden zu diesen Zweck sichergestellt, nachdem der verstorbene Pilot gegen 17.30 Uhr von einem Bestatter abgeholt worden war.

Der Motorsegler hatte kurz vor dem Aufprall um exakt 14.04 Uhr eine 10-KV-Stromleitung gestreift und mitgerissen. Das RWE als zuständiger Stromversorger wurde sofort informiert. Um 14.20 Uhr ist der Strom im Ortsteil Saalhoff abgeschaltet worden. Eine Reihe von Haushalten blieb 45 Minuten ohne Strom. In der Zwischenzeit hatten RWE-Techniker den Schaden an der Hochleitung behoben.

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