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Kamp-Lintfort
Musical: Klassenfahrt in den Horrorwald

Kamp-Lintfort: Musical: Klassenfahrt in den Horrorwald
Rund 130 Schüler und fünf professionelle Musiker erzählten mit Text, Musik und Tanz die Geschichte von Ernstie, der den Beginn der Klassenfahrt kaum erwarten kann. FOTO: Marcus Koopmann
Kamp-Lintfort. Schüler der Ernst-Reuter-Schule und fünf professionelle Musiker haben das Musical "Letzter Halt: Horrorwald" aufgeführt. Die 130 Mädchen und Jungen ernteten in der Stadthalle einen Riesenapplaus. Von Birgit Lameyer

Vor einem fast vollen Haus gaben Schüler der Ernst-Reuter-Schule am Sonntag ein Familienkonzert. Für das Musical "Letzter Halt: Horrorwald" hatten sie eifrig geübt und ernteten viel Applaus in der Stadthalle.

Rund 130 Schüler und fünf professionelle Musiker erzählten mit Text, Musik und Tanz die Geschichte von Ernstie, der den Beginn der Klassenfahrt kaum erwarten kann: "Klassenfahrt, das war wie Ferien, nur halt mit Schule", die Vorfreude allerdings wird schnell getrübt. Nicht etwa, weil im Bus keine Lehrer sind, sondern weil die Fahrt in einen finsteren Wald führt. Auch der Busfahrer ist furchteinflößend: Drei wirre Haare auf einer knochigen Glatze und nur ein schwarzer Zahn im Mund.

Der Wald wird von den Schülern mit Schattenspiel, gruseligen Masken und selbstgemalten Plakaten gestaltet, die schaurige Stimmung mit düsteren Tönen der Musikinstrumente verstärkt. Weil der Busfahrer plötzlich das Weite sucht, machen die Kinder sich selber auf den Weg, die Jugendherberge zu suchen. Die finden sie zwar nicht, dafür aber ein Hexenhaus auf riesigen Hühnerfüßen mit einen großen Maul und spitzen Zähnen. Als das Knusperhaus durch das Dickicht bricht, kommt auch gleich eine Hexe heraus. "Ich will euch fressen!", ist ihr Plan und schon sind die Kinder gefangen. Alle, bis auf Ernies Freundin Ernestine. Einen Ausweg haben sie noch. "Wenn Ihr erratet, wie ich heiße, dann lasse ich euch alle frei", verspricht die Hexe.

Jörg Lengersdorf und Kai Schumacher haben sich das Musical nicht nur ausgedacht, sondern mit den Grundschülern eine ganze Woche lang jeden Tag geprobt. Viele Musikinstrumente und das Talent der Tanz AG kamen zum Einsatz. Auf der großen Bühne vor Eltern, Geschwistern und Großeltern zu stehen, ist für die Grundschulkinder wichtig, sagte Silke Roth, Konrektorin der Ernst-Reuter-Schule: "Trotz der ganzen Proben war die Aufregung natürlich groß. Nach dem Lampenfieber zeigten sich aber die Erleichterung und der Stolz auf das, was man geleistet hat. Hier können die Schüler über sich hinauswachsen und an Selbstbewusstsein gewinnen."

Ein besonders kluger Zug der Schule: Während der Vorstellung mussten alle Handys in den Taschen bleiben, Fotos durften erst hinterher geknipst werden. Das sei zum einen zum Schutz der Kinder und aus rechtlichen Gründen gemacht worden, sagte die Konrektorin. Das Einlassen auf die Vorstellung, ohne dabei die ganze Zeit zu filmen, lasse aber auch eine ganz andere Wahrnehmung auf das Bühnengeschehen zu.

"Letzter Halt: Horrorwald" ist ein Teil des Kinder- und Jugendmusikfestivals Kloster Kamp. Zum Mitlesen und Mitsingen wurden Texte an die Zuschauer verteilt.

Quelle: RP
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