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Moers
Musiksommer: Sänger stellen sich dem Jury-Urteil

Moers. Im Rahmen des "Moerser Musiksommers 2015" fanden am Wochenende zwei Sonderkonzerte im Kammermusiksaal der Moerser Musikschule statt. So konnten junge Pianisten, die eine Woche lang an einem Meisterkurs von Professor Piotr Oczkowski, Dozent an der Musikhochschule in Detmold, teilgenommen hatten, dem Publikum am Freitagabend ihre Fortschritte präsentieren. Am Sonntagvormittag stand dann die Endausscheidung und die Preisvergabe beim "Lied-Duo-Wettbewerb" auf dem Programm. Von Jan Caspers

Insgesamt waren 21 Duos mit jeweils einem Sänger oder einer Sängerin und einer Klavierbegleitung seit Freitag vor einer Jury gegeneinander angetreten. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Wettbewerbs kamen von Musikhochschulen aus ganz Deutschland. Die Jurymitglieder hatten schließlich fünf Duos ausgewählt, die bei dem Konzert am Sonntag vor Publikum auftreten durften, um anschließend das Gewinner-Duo zu ermitteln.

Als erste Teilnehmer an der Endausscheidung betraten der Bariton Modestas Sedlevicius und die Pianistin Anna Anstett die Bühne. Mit kräftiger und ausdrucksstarker Stimme sang der Bariton romantische Lieder von Richard Strauss, Hans Pfitzner, Johannes Brahms und Hugo Wolf. Die Sopranistin Julia Danz, die von der Pianistin Ito Madoka begleitet wurde, hatte hingegen Lieder von Franz Liszt, Robert Schumann, Franz Schubert und Richard Wagner ausgewählt und trug diese mit sanfter und gefühlvoller Stimme vor.

Auch der Bassist Dionysios Tsaousidis und seine Klavierbegleiterin Olga Fedorova hatten Kunstlieder von Schubert, Brahms und Schumann im Repertoire. So waren etwa die berühmten Liedkompositionen "Auf den Flügeln des Gesangs" von Robert Schumann und "Der Tod und das Mädchen" von Franz Schubert zu hören. Nach einer kurzen Pause wurde der Wettbewerb mit der Sopranistin Andrea Nübel fortgesetzt, die von Lisa Wellisch am Klavier begleitet wurde.

Mit heller Stimme sang sie Lieder von Franz Liszt, Franz Schubert sowie Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Konzert endete schließlich mit dem Auftritt des Bariton Felix Rumpf, der im Zusammenspiel mit dem Pianisten Hiroto Saigusa Kunstlieder von Schubert, Schumann und Wolf interpretierte. Im Anschluss an das Konzert zog sich die vierköpfige Jury zu intensiven Beratungen zurück. Schließlich verkündeten die Jurymitglieder Professor Arnulf von Arnim, der künstlerischer Leiter des Schubert-Wettbewerbs in Dortmund, Dr.

Christiane Schumann, die Musikreferentin der Stadt Moers, Tobias Krampen von der Musikhochschule in Köln und der niederländische Pianist Rudolf Jansen das Ergebnis. Der Sieger des Wettbewerbs wurde Modestas Sedlevicius, der sich gemeinsam mit seiner Begleiterin über ein Preisgeld von der Kulturstiftung der Sparkasse am Niederrhein in Höhe von 4000 Euro freuen durfte. Felix Rumpf landete auf dem zweiten Platz. Den Schubert-Preis der Deutschen Schubert-Gesellschaft konnten Dionysios Tsaousidis und seine Partnerin in Empfang nehmen.

Quelle: RP
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