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Kamp-Lintfort
"Natur . . . nur": Ausstellung im Terrassengarten

Kamp-Lintfort: "Natur . . . nur": Ausstellung im Terrassengarten
Marianne Stickelbrock mit einigen ihrer Bilder. FOTO: KLaus Dieker
Kamp-Lintfort. Arbeiten von Marianne Stickelbrock sind ab morgen in der westlichen Orangerie zu sehen.

"Natur...nur" lautet der Titel, einer Bilderausstellung, die morgen um 11.30 Uhr in der westlichen Orangerie des Kamper Terrassengartens eröffnet wird. Ausstellerin der rund 70 Arbeiten ist die Neukirchen-Vluyner Malerin Marianne Stickelbruck. Sie hat den Titel nicht nur wegen seines wortmalerischen Effektes ausgewählt. Stickelbruck liebt die Natur, was nicht nur in ihre vielen Landschaftsmotive, sondern auch der Gebrauch der Farben beweist. "Ich mische alle Farben selbst und verwende dafür ausschließlich natürliche Materialien wie zum Beispiel Gesteinsmehl, Kreide oder Bimssteinmörtel", erklärte sie gestern den Grund für die Wahl ihrer ungewöhnlichen Malfarben. "Ich bin in einem Wasserschutzgebiet aufgewachsen und empfinde wahrscheinlich deswegen, den sorgsamen Umgang mit Produkten unseres Ökosystems und den Erhalt dieser Produkte als eine wichtige und unverzichtbare Aufgabe."

Den gleichen Grund hat ihre Vorliebe für Landschaften. Die präsentieren sich in ihren Bildern meistens stark abstrahiert und nicht immer auf Anhieb erkennbar, für Stickelbruck sind sie trotzdem allesamt Ausdruck landschaftlicher Natur. So gibt es in der Ausstellung ein Bild mit dem Namen "Mein Freund der Baum ist tot", das in rötlichen Brauntönen den Ausschnitt eines Baumstammes zeigt, und gleich gegenüber der Eingangstür zur Orangerie liegen mehrere kleinere Arbeiten am Boden, drapiert auf einem Teppich aus Baumrindenmulch.

Marianne Stickelbruck studierte von 2003 bis 2006 Malerei und Grafik in Bochum und hatte bereits zahlreiche Ausstellungen. So war sie unter anderem mit einer Gruppe deutscher Künstler in China, von wo sie malerische Impulse mitbrachte, aus denen eine abstrakte Serie hervorging, die sie auf der Empore der Orangerie zeigt. Die übrigen Arbeiten stammen aus ihrer gesamten Schaffenszeit. Stickelbrucks Arbeiten sind meist großformatig und entstehen normalerweise "je nach Stimmung und Tagesform" ohne vorherige Skizzen in einem spontanen Arbeitsprozess. Manchmal fertigt sie auch kleinere, farbige Skizzen an. Inspirieren lässt sie sich bei Wanderurlauben in den Bergen und am Meer. Die dort und am Niederrhein gewonnenen Eindrücke setzt sie als "eine Mischung aus Gesehenem, Gefühlten und auch Erdachtem" in ihren Bildern um.

Die Ausstellung ist bis zum 18. September dienstags bis samstags zwischen 14 und 17, und sonntags von 11 bis 17 Uhr in der westlichen Orangerie des Kamper Barockgartens zu sehen. Eintritt frei.

(lang)
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