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Kamp-Lintfort
Neue SPD-Fraktion setzt auf Geschlossenheit

Kamp-Lintfort. Langeweile kann auch eine Stärke sein. Das sieht jedenfalls Jürgen Preuß so, der neue Fraktionsvorsitzende der SPD in Kamp-Lintfort, der gestern im Parkhotel den neuen Fraktionsvorstand vorstellte. Er vermisst jedenfalls Auseinandersetzungen wie sie in anderen Städten und in anderen Fraktionen gepflegt werden kein bisschen. "Bei uns wird nun mal keine schmutzige Wäsche gewaschen", sagt der Nachfolger des langjährigen Fraktionsvorsitzenden Heinz-Günter Schmitz, der sein Amt im April niedergelegt hatte. Mit seinen neuen Vorstandskollegen Birgit Ullrich, Norbert Thiele (Stellvertreter) sowie Ulrike Plitt, Michael Hänsel und Kevin Waldeck hat er auch schon eine erste Neuerung in der Fraktion durchgesetzt. Themen sollen künftig nicht mehr in Arbeitsgruppen vorbesprochen, sondern direkt in der Fraktion vorgetragen werde. Dies hänge damit zusammen, dass die Arbeitsfelder immer komplexer würden, so dass Zuordnungen zu bestimmten Fachbereichen schwierig seien, erläuterte Thiele. So müsse etwa die Sanierung der Schulen in Angriff genommen werden. Dabei kämen Aspekte zusammen von der Bildungspolitik über Haushaltsfragen bis zum Klimaschutz, die am besten fachübergreifend erörtert werden.

Dass die Fraktion häufig in der Außenwahrnehmung im Schatten von Bürgermeister Christoph Landscheidt steht, stört Preuß nicht weiter. "Die SPD steht im Zentrum der Kommunalpolitik, und der Bürgermeister ist ihre Galionsfigur." Im übrigen würden der SPD die Mehrheiten nicht geschenkt: "Die sind auch der guten Vernetzung der Fraktion zu verdanken."

(ock)
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