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Kamp-Lintfort
Neuer Chefarzt baut die Chirurgie weiter aus

Kamp-Lintfort: Neuer Chefarzt baut die Chirurgie weiter aus
Professor Dr. Gernot Kaiser als Chefarzt immer präsent zu sein - für sein Klinik-Team und als Ansprechpartner für Patienten und Angehörige. FOTO: kdi
Kamp-Lintfort. Professor Dr. Gernot Kaiser leitet seit Anfang Oktober die Allgemein- und Viszeralchirurgie am St.-Bernhard-Hospital in Kamp-Lintfort. Von Anja Katzke

Seit dem 1. Oktober ist er im Amt: "Ich bin sofort morgens um 7.30 Uhr in die Frühbesprechung eingestiegen", sagt Professor Dr. Gernot Kaiser, der mit seiner Familie in Essen lebt. "Es war ein guter Start." Kaiser hat die Nachfolge von Patrick Verreet als Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie angetreten. "Wir freuen uns sehr, den richtigen Mann für diese Aufgabe gefunden zu haben", betonte gestern Geschäftsführer Ottmar Köck. Kaiser soll den erfolgreich begonnenen Aufbau der Klinik weiter vorantreiben und zusätzliche Schwerpunkte setzen. Der 46-Jährige, der seit 1998 dem Universitätsklinikum Essen in verschiedenen Funktionen, zuletzt mit der Verantwortung des chirurgischen und viszeralchirurgischen Bereichs angehörte, hat sich vorgenommen, als Chefarzt immer präsent zu sein - für sein Klinik-Team und Fachkollegen und als Ansprechpartner für Patienten, Angehörige sowie für Hausärzte.

Kaiser möchte am St.-Bernhard-Hospital den komplexen Bereich der Tumorchirurgie auf- und ausbauen. "Es hat mich beeindruckt, wie viele Patienten hier schon behandelt werden." Für die Zukunft gelte es, das Vorhandene in klare Strukturen zu fassen und ein viszeral-onkologisches Zentrum anzuschieben. "Wir sind von einer Zertifizierung nicht so weit entfernt." Trotz der gesteckten Ziele hat der Chefarzt das komplette Spektrum der Viszeralchirurgie im Blick. Die Bandbreite reicht von der Schilddrüse bis zum Enddarm. Darüber hinaus will er in Zusammenarbeit mit den Kollegen der anderen Kliniken das seit drei Jahren bestehende Darmzentrum stärken und die Rezertifizierung vorantreiben. Die Aufgabe am Kamp-Lintforter Krankenhaus hat den 46-jährigen Mediziner gereizt.

"Das Haus ist einerseits lokaler Versorger, andererseits bietet es die Möglichkeit, komplexe Themen wie die Tumorchirurgie anzugehen." Einer der Schwerpunkte des neuen Chefarzts ist die Entwicklung von mehrstufigen Therapiekonzepten in der onkologischen Chirurgie. Gernot Kaiser absolvierte das Medizin-Studium an der Ruhr-Universität in Bochum und an der Freien Universität in Berlin. Die Promotion folgte an der Humboldt-Universität in Berlin, dann kam die Anerkennung als Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie. Sie umfasst die operative Behandlung aller Bauchorgane. 2007 habilitierte Gernot Kaiser im Fach Chirurgie.

Seit 2013 ist er außerplanmäßiger Professor der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Er ist dort außerdem Prüfungsvorsitzender bei medizinischen Staatsexamen. Der 46-Jährige will auch weiterhin "eine Handvoll" Vorlesungen im Jahr geben. Er könnte es sich auch gut vorstellen, dass das St.-Bernhard-Hospital gerade vor diesem Hintergrund auch Lehrkrankenhaus wird. Ein großes Anliegen ist dem Chefarzt das Thema Organspende. Er ist unter anderem Preisträger der Deutschen Transplantationsgesellschaft zur Förderung der Organspende. 2013 organisierte er den Nationalen Tag der Organspende. Nicht ohne Grund: "Es gab in den vergangenen Jahren einen massiven Einbruch. Die Zahl der Spender ging deutlich zurück. Deshalb ist in dieser Sache kontinuierliche Arbeit wichtig", sagt Kaiser.

Gernot Kaiser lebt mit seiner Frau in Essen. Das Ehepaar hat vier Kinder. In der Freizeit besucht er sehr gerne Kunst-Ausstellung. Auch das kommt nicht von ungefähr. Seine Ehefrau Gabriele Kaiser-Schanz ist Künstlerin.

Quelle: RP
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