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Kamp-Lintfort
Notunterkunft: Brandschutz führt zu Verzögerung

Kamp-Lintfort. Im April sollte die zentrale Notunterkunft des Landes in Kamp-Lintfort in Betrieb gehen. Bis heute ist die Zeltstadt, in der bis zu 1000 Flüchtlinge eine erste Unterkunft finden könnten, unbewohnt. Wie Stefanie Klockhaus, Sprecherin der Düsseldorfer Bezirksregierung, gestern auf Anfrage des Grafschafters, habe unter anderem der Brandschutz zu kurzfristigen Verzögerungen geführt. Das Brandschutz- und Evakuierungskonzept befinde sich in der Endabstimmung, so dass anschließend die Brandmeldeanlage in Betrieb genommen und die Abnahme durch die Feuerwehr erfolgen könne.

Dies solle in den nächsten Tagen der Fall sein. "Mit Blick auf die Sicherheit einer Einrichtung werden selbstverständlich keine Kompromisse eingegangen, deshalb nehmen wir lieber ein paar zusätzliche Tage in Anspruch", erklärte Klockhaus. Vor Freigabe der Einrichtung auf dem ehemaligen Zechenparkplatz habe man außerdem noch die Trinkwasserproben abwarten müssen. Die ersten Werte seien noch nicht in Ordnung gewesen.

In der Zwischenzeit seien die Leitungen ein weiteres Mal gespült worden. Die danach durchgeführten Wasseranalysen hätten keine Auffälligkeiten mehr ergeben. Wann die ersten Flüchtlinge in Kamp-Lintfort eintreffen, konnte die Sprecherin der Düsseldorfer Bezirksregierung nicht beantworten. Dies regele die Bezirksregierung Arnsberg. Diese nehme die Zuweisungen landesweit vor und in Abhängigkeit der Zahl der aktuell in NRW ankommenden Personen.

Da derzeit der Flüchtlingsstrom nicht mehr so enorm ist wie 2015, so Klockhaus, habe man die Menschen bisher gut in den bereits bestehenden Unterbringungseinrichtungen aufnehmen können.

(aka)
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