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Kamp-Lintfort
Notunterkunft geht Ende Februar in Betrieb

Kamp-Lintfort: Notunterkunft geht Ende Februar in Betrieb
Auf dem ehemaligen Zechenparkplatz finden aktuell Erschließungsarbeiten für die Notunterkunft statt. Es werden Leichtbauhallen errichtet. FOTO: Archiv
Kamp-Lintfort. Die Bezirksregierung schreibt die Betreuung der Flüchtlinge durch einen Träger im Januar aus. Von Anja Katzke

Die Erschließungsarbeiten auf dem ehemaligen Bergwerksparkplatz am Bendsteg sind gestartet: Auf dem 20.000 Quadratmeter großen Gelände entsteht eine neue Notunterkunft des Landes für bis zu 1000 Flüchtlingen (RP berichtete). Wie die Bezirksregierung Düsseldorf auf RP-Anfrage mitteilte, soll die Einrichtung, wenn alles nach Plan verläuft, Ende Februar in Betrieb gehen. Dafür muss das Areal allerdings erst erschlossen werden - für Waser, Strom und Wärme. Und das geschieht in diesen Tagen. "Es wird aktuell angedacht, die Einrichtung an die Fernwärme anzuschließen", erläuterte Sozialdezernent Christoph Müllmann auf Anfrage.

Aktuell sind RAG und Stadtwerke auf dem Gelände federführend aktiv, um es für die Zeltstadt herzurichten. Er geht davon aus, dass die Leichtbauhallen, die den Flüchtlingen ein erstes Dach über dem Kopf geben sollen, in vier Wochen errichtet werden können. Außerdem soll eine neue Ampelanlage an der Friedrich-Heinrich-Allee aufgestellt werden, die es den Bewohnern ermöglicht, die viel befahrene Straße in Richtung Bergwerksgelände zu überqueren. "Dort stand schon einmal eine Ampelanlage", weiß Dr. Christoph Müllmann zu berichten. Die Gebäude der ehemaligen Ausbildung, die zurzeit für 150 Flüchtlinge hergerichtet sind, soll weiter genutzt werden. "Wir könnten dort Sprachkurse anbieten", sagt der Sozialdezernent. Einen Träger, der die Betreuung der bis zu 1000 Flüchtlinge übernehmen wird, gibt es allerdings noch nicht. Das teilte die Düsseldorfer Bezirksregierung auf Anfrage dieser Zeitung mit. Sie hat im Auftrag des Landes die Organisation inne. Die Betreuung durch einen Träger soll im Januar ausgeschrieben werden, erklärte Bernd Hamacher, Pressesprecher der Behörde per E-Mail mit. Der Caritasverband Moers-Xanten hatte bereits seinen Hut in den Ring geworfen und sich als Betreiber der geplanten Landesunterkunft in Kamp-Lintfort beworben. Die Caritas ist bereits für die Sozialbetreuung der Unterkunft in den Räumen der früheren Bergwerks-Ausbildung in Kamp-Lintfort zuständig.

Geschäftsführer Henric Peeters geht aber nicht davon aus, den Zuschlag vom Land zu bekommen. "In der Ausschreibung finden sich Bedingungen, die wir nicht erfüllen wollen. Der Betreiber soll unter anderem je nach Belegung in der Lage sein, Personal hoch- und runterzufahren. Wie soll das arbeitsrechtlich gehen?" Das Risiko läge so aus Sicht von Henric Peeters bei den Trägern.

Quelle: RP
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