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Kamp-Lintfort
Panoramabad spült 976.000 Euro in die Stadtkasse

Kamp-Lintfort: Panoramabad spült 976.000 Euro in die Stadtkasse
Das Freibad, hier im Jahr 2012, hatte im vergangenen Jahr aufgrund ordentlichen Wetters viele Besucher. FOTO: Hohl (archiv)
Kamp-Lintfort. Die Besucherzahl war 2015 leicht rückläufig. Der finanzielle Gewinn geht auf einen Überschuss der Stadtwerke zurück. Von Josef Pogorzalek

Gute Nachrichten gab es gestern im Betriebsausschuss Panoramabad Pappelsee. Der Jahresbericht für 2015 weist einen Überschuss in Höhe von 967.000 Euro aus, er liegt um rund 18.000 Euro über den ursprünglichen Erwartungen. Vom Überschuss profitiert der allgemeine Haushalt der Stadt: 715.000 Euro fließen in ihn, 252.000 gehen in die Allgemeine Rücklage.

Wie der Beigeordnete Christoph Müllmann (er ist Betriebsleiter des Bades) gestern gegenüber unserer Redaktion erläuterte, bleibt das Panoramabad als solches - wie bei solchen Einrichtungen üblich - allerdings defizitär. "Im operativen Geschäft haben wir eine gute Million Verluste gemacht." Vielmehr sei der Überschuss auf die Struktur des Badbetriebes zurückzuführen. Es ist eine kaufmännisch von der Stadt getrennte eigenbetriebsähnliche Einrichtung. In diese fließt die Beteiligung an den Stadtwerken ein. Die Stadtwerke haben einen Überschuss von gut 1,7 Million Euro erwirtschaftet - dieser Überschuss wird mit den Verlusten des eigentlichen Badbetriebs verrechnet.

Die Zahl der Hallenbadnutzer inklusive aller Kursteilnehmer (Babyschwimmen, Rückenfitness etc.) ist im vergangenen Jahr auf 71.588 gesunken (Vorjahr: 72.149). Im Bereich des Schulschwimmens lag die Nutzerzahl bei 26.625 (26.589), im Vereinsschwimmen bei 15.017 (15.242). Aufgrund eines schönen Sommers stieg dagegen die Zahl der Freibadbesucher um 70 Prozent auf 27.228 (16.032).

Seit des Neubaus vor vier Jahren und einer betrieblichen Neuausrichtung ist das Panoramabad Pappelsee in erster Linie ein Schul- und Vereinsbad. Das Freibad wurde im Zuge des Neubaus verkleinert, Zielgruppe seien hier vor allem Famlien mit Kindern. "An guten Tagen ist es mit 3000 Besuchern voll ausgelastet", sagte Müllmann. Große Freibäder kämen leicht auf die doppelte Tagesbesucherzahl.

Erstmals wurde im vergangenen Jahr im Panoramabad eine Beach Party unter Regie eines externen Veranstalters, der Agentur Passepartout, gefeiert. An diesem Konzept wolle man festhalten, sagte Müllmann. "Wir haben eingesehen, dass die Organisation solcher Veranstaltungen nicht zu unserem Kerngeschäft gehört." In diesem Jahr stocke Passepartout beim Aufgebot der Künstler weiter auf. Unter anderem ist Schlagersänger Mickie Krause bei der Party am 20. August dabei. Zwar profitiere die Stadt nicht von den Einnahmen der Party, habe aber auch keinen Organisationsaufwand, erläuterte der Beigeordnete. Und: Die Beach-Party sei eine gute Werbung. "Sie holt Leute ins Panoramabad, die es sonst nicht besuchen würden."

Quelle: RP
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