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Kamp-Lintfort
Pappelsee entwickelt sich zum Bürgerpark

Kamp-Lintfort: Pappelsee entwickelt sich zum Bürgerpark
Bürgerschaftliches Engagement: Eine Gruppe von Kamp-Lintfortern entwickelt zurzeit Konzepte, wie der Pappelseepark für Besucher aller Generationen attraktiver werden könnte. Es gab Pflanzaktionen. Auch Bänke wurden umgesetzt und neu gestrichen. FOTO: Klaus Dieker
Kamp-Lintfort. 40 Kamp-Lintforter hübschen seit dem Frühjahr den in die Jahre gekommenen Pappelseepark auf. Von Anja Katzke

Stadtplanerin Monika Fraling konnte den Mitgliedern der Arbeitsgruppe, die seit dem Frühjahr mit vielen Ideen und Aktionen den Pappelseepark verschönern, zum Treffen gestern Abend großes Lob überbringen. Das bürgerschaftliche Engagement der insgesamt 40 Kamp-Lintforter war ein Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung. "Ein solches Ehrenamt kann man nicht hoch genug bewerten", betonte Johannes Tuschen, Fraktionssprecher der Grünen. Und Uwe Schubert (SPD) hoffte, dass das Engagement für den Park auch in Zukunft bestehen bleibt. Hervorgegangen ist die Arbeitsgruppe aus dem Förderkreis Landesgartenschau. Die Mitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt, die Grünfläche am Pappelsee als "Park für alle" attraktiver zu machen. In den vergangenen Monaten ist viel passiert: Es wurden Beete angelegt, Bänke versetzt und neu angestrichen. Es gab Reinigungsaktionen und mehr.

Die Aktion "Bürgerpark" wird von einer Gruppe städtischer Mitarbeiter begleitet. Die 40 Mitglieder, die sich für ihren Park engagieren, haben verschiedene Projektgruppen gebildet, in denen sie sich mit Themenbereichen wie Frühjahrsputz, Möblierung, einem Jugendprojekt mit Café als Treffpunkt für alle Besucher, Sport in Form eines Playparcs, Öffentlichkeitsarbeit und Hunde am Pappelsee befassen. Der Pappelsee, der zurzeit laut Verwaltung ein ungenutztes Freiraumpotenzial besitzt, war in die Jahre gekommen - mit zugewachsenen Uferwegen und Sitzplätzen, so dass der Blick auf den See versperrt war. Die Aufgabe ist klar umrissen: Der Pappelseepark soll den Besuchern Erholungsmöglichkeiten und Freizeitangebote für alle Generationen bieten.

Dem Ausschuss für Stadtentwicklung lag gestern eine Projektliste vor, die den aktuellen Stand in der Arbeitsgruppe und die Aktivitäten in den einzelnen Untergruppen dokumentiert. Ideen gibt es viele. Manche der Projekte sind aber mit Folgekosten verbunden - wie zum Beispiel die Möblierung, die Errichtung eines "Playparcs" für sportliche Aktivitäten in der Nähe der Boule-Bahn sowie die Umwandlung des Häuschens am Pappelsee zum Bürgertreff mit kleinem Kiosk. Wie die Stadtverwaltung gestern den Politikern mitteilte, geht es jetzt in einem nächsten Schritt darum, gemeinsam mit der Gruppe die verschiedenen Ideen zu konkretisieren und daraus ein Gesamtkonzept zu entwickeln. Auch alternative Überlegungen wie zum Beispiel die Nutzung des Modellbootbeckens seien noch weiter zu erörtern, heißt es in der Vorlage zum Stadtentwicklungsausschuss. "Dieser Bereich wäre zum Beispiel für Urban Gardening geeignet", erklärte Stadtplanerin Monika Fraling, die die Arbeitsgruppe seitens der Stadt begleitet. Welche Projekte am Ende umgesetzt werden, ist auch eine Finanzierungsfrage. So muss überlegt werden, wie Gesamt- und Einzelprojekte vor dem Hintergrund des Finanzierungsbedarfs realisiert werden können. "Manche Ideen wie das Aufstellen von neuen Bänken scheinen als Sponsoring-Projekt gut geeignet zu sein", erklärt dazu die Stadtverwaltung. Franz Josef Hüls (CDU) wünschte sich gestern vor allem auch eine bessere Beleuchtung im Park.

Quelle: RP
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