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Kamp-Lintfort
Reuter-Schüler locken den Frühling

Kamp-Lintfort: Reuter-Schüler locken den Frühling
Aufmerksam und konzentriert bei der Sache: Ernst-Reuter-Schüler im Konzert. FOTO: norbert prümen
Kamp-Lintfort. 150 Mädchen und Jungen haben ein Konzert in der Stadthalle gestaltet. Musik spielt an der Schule eine große Rolle. Von Peter Gottschlich

Einmal im Jahr stehen die Kinder der Ernst-Reuter-Schule im Rampenlicht. Dann geben sie ein Konzert, das unter dem Motto "Wir locken den Frühling mit Musik" steht. Am Mittwochabend war es wieder soweit. 150 Kinder versammelten sich beim 13. Frühlingskonzert auf der Bühne der Stadthalle.

Sie präsentierten vor geschätzten 100 weiteren Kindern sowie 400 Eltern und Großeltern, was sie seit den Sommerferien eingeübt hatten. Unter anderem sangen die Schüler der ersten bis vierten Klassen gemeinsam, etwa "Immer wieder kommt der Frühling". Die Orchestermusiker der dritten Klassen spielten zum Beispiel "Sally go round the Sun". Die Orchesterspieler der vierten Klassen präsentierten sich unter anderem mit "Lulala". Ferner spielten die einzelnen Instrumentengruppen, die Geiger, Cellisten, Gitarristen, die Blockflötisten und Querflötisten sowie die Keyboarder. "125 von 380 Schülern spielen ein Instrument", berichtete Schulleiterin Christine Buyken. "Bei einem Konzert lernen sie Selbstständigkeit, Ausdauer und Gemeinsamkeit. Sie stärken ihr Selbstbewusstsein, wenn sie sich präsentieren können und Applaus erhalten." Mit dem hohen Anteil an "Musikern" liegt die Ernst-Reuter-Schule mit ihren Standorten an der Mittelstraße im Geisbruch und an der Sudermannstraße im Gestfeld kreisweit auf den vorderen Rängen. Hat sie doch einen musisch-künstlerischen Schwerpunkt. So gehörte sie zu den ersten 223 Schulen im Ruhrgebiet, die im Schuljahr 2007/2008 in das Projekt "Jedem Kind ein Instrument" - kurz Jeki - starteten, das von der Kulturstiftung des Bundes finanziert wurde.

Schon zuvor hatte die Grundschule besonderen Wert auf eine musisch-künstlerische Ausbildung gelegt. Christine Buyken hatte Blockflötenunterricht gegeben, den sie auch heute noch gibt. So konnten die Schüler bereits 2006, also gut ein Jahr vor dem Jeki-Start, ihr erstes Frühjahrskonzert geben, wenn auch in kleinerem Rahmen in der Schulaula an der Mittelstraße. Die Ernst-Reuter-Schule kam schnell in das Jeki-Projekt hinein, in dem sie eng mit der Kamp-Lintforter Musikschule zusammenarbeitet. Sie stellt die Musiklehrer, die in Kleingruppen je eine Stunde in der Woche Geige, Cello, Gitarre, Querflöte und Keyboard unterrichten. So konnte die Grundschule 2010 in einem Wettbewerb, in dem landesweit Jeki-Schulen verglichen wurden, den ersten Platz belegen. "Das war eine besondere Auszeichnung", sagt die Schulleiterin.

Als im Schuljahr 2015/2016 für die Erstklässler das Jeki-Nachfolgprojekt Jekits- aufgelegt wurde, das vom Land finanziert wird, war die Grundschule sie wieder dabei. Parallel dazu läuft das Jeki-Projekt weiter, das mit den Viertklässlern in diesem Schuljahr zu Ende geht. Beim neuen Projekt steht Jekits für "Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen". Es wird vom Land nur noch für die ersten und zweiten Klassen finanziert, weil daran mehr Schulen teilnehmen, in Kamp-Lintfort zum Beispiel die Grundschule am Pappelsee und die Grundschule am Niersenberg. Bei beiden Projekten gehören in Kamp-Lintfort die Instrumente der Musikschule, die von den Kindern geliehen werden können. "In der ersten Klasse lernen die Kinder die verschiedenen Instrumente kennen", sagt Babette Scholz, die als Lehrerin der Musikschule das Jeki- und das Jekits-Projekt an der Ernst-Reuter-Schule leitet. "Im zweiten Schuljahr können sie sich für ein Instrument entscheiden."

Quelle: RP
 
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