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Kamp-Lintfort
Reuter-Schüler sind die Stars in der Manege

Kamp-Lintfort: Reuter-Schüler sind die Stars in der Manege
Die Ernst-Reuter-Schüler proben mit dem Circus Sperlich für ihren großen Auftritt am Samstag und Sonntag. FOTO: Klaus Dieker
Kamp-Lintfort. Die Ernst-Reuter-Schule schenkt den Grundschülern zum 50. Schuljubiläum ein Zirkusprojekt. Die Vorführungen sind am Samstag und Sonntag. Am Freitag findet eine Gala statt. Von Peter Gottschlich

In den Klassen üben die Kinder kleine Zaubertricks ein. In der Aula jonglieren sie mit Bällen und Tellern. Und in der Turnhalle springen sie auf Minitrampolinen auf und ab und stellen sich übereinander, um Pyramiden zu bilden. Am Wochenende wechseln alle den Ort und verwandeln sich erneut in Artisten. Dann präsentieren die Jungen und Mädchen sich im Zirkuszelt auf dem Schulhof der Ernst-Reuter-Schule an der Mittelstraße. Sie zeigen ihre Kunststücke, die sie im Zirkusprojekt "ERnStinello" seit einigen Tagen einüben, am Samstag und am Sonntag jeweils um 11 und 15 Uhr.

Anlass für das Zirkusprojekt ist der 50. Geburtstag, den die Ernst-Reuter-Schule in diesem Schuljahr feiert. Der Schulstandort an der Mittelstraße wurde im Oktober 1965 eröffnet, benannt nach dem ersten Berliner Nachkriegsbürgermeister Ernst Reuter. Der Schulstandort an der Sudermannstraße ging im Frühjahr 1966 in Betrieb, zunächst als Gestfeldschule, die später in Astrid-Lindgren-Schule umbenannt wurde. Seit fünf Jahren bilden die beiden Standorte eine Verbundschule.

Das Jubiläum feiert die Grundschule am Freitag mit einem offiziellen Festakt. Sie lädt ab 18 Uhr zu einer Gala ins Zirkuszelt ein. "200 Gäste sind geladen", berichtet Schulleiterin Christine Buyken. Der Schulchor singt, die Tanz- und Theater-Arbeitsgemeinschaft tanzt. Es folgt ein "Talk im Zelt". Zur Gesprächsrunde zählen unter anderem Bürgermeister Christoph Landscheidt, Schulamtsdirektorin Annamaria Eicker und Elternvertreterin Petra Fösken. Einen Tag später beginnt um 11 Uhr die erste der vier Zirkusvorstellungen, die der Höhepunkt des Schuljubiläums sind.

"Jedes vierte Jahr ist der Circus Sperlich bei uns", erzählt Christine Buyken. "So können alle Kinder einmal beim Zirkusprojekt dabei sein. Wenn sie später noch einmal in die Schule kommen, können sie sich immer noch erinnern, wie sie in der Manege gestanden haben, und erzählen davon. Manchmal spielen ihre Schwestern und Brüder die Rollen, die sie vor vier Jahren gespielt haben." Die Kinder verwandeln sich in Zauberer, Trampolinspringer, Seiltänzer, Jongleure, Fakire, Clowns und Akrobaten, wie sie es zusammen mit den sechs Artisten des Circus Sperlich zurzeit einstudieren. Die Kostüme hat der Zirkus im Gepäck, der sich auf die Pädagogik in der Manege spezialisiert hat, nachdem der Eiserne Vorhang gefallen war und er in ganz Deutschland unterwegs sein konnte. "Die Kinder lernen ihre Talente kennen", erläutert Zirkusleiter Alexander Koplin das Konzept des Projekts, in dem die Kinder zu den Stars in der Manege werden. "Sie beweisen Mut, wenn sie sich in der Manege präsentieren. Dazu verlangt das Üben viel Disziplin", betont der Zirkusdirektor. Er führt bei den vier Aufführungen mit einer Sprechpuppe durch das Rahmenprogramm, in das die artistischen Nummern der 350 Grundschüler eingebettet sind.

Die Ernst-Reuter-Schule kann den Aufenthalt der Artisten finanzieren, weil sie im Herbst einen Sponsorenlauf veranstaltet hatte. Dazu zeigten sich die Stadtwerke großzügig, runde Schulgeburtstage zu unterstützen. Weiteres Geld kommt durch Eintrittsgelder herein, für Erwachsene drei Euro und für Geschwisterkinder zwei Euro. "Vor vier Jahren waren wir viermal ausverkauft", erzählt Buyken. "Es kamen viermal 600 Besucher. Es wäre schön, wenn wieder so viele kommen würden."

Quelle: RP
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