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Rheurdt/Kamp-Lintfort
Schaephuysen: Starkes Dorf

Rheurdt/Kamp-Lintfort: Schaephuysen: Starkes Dorf
Groß war das Interesse am Info-Abend im Pfarrheim. FOTO: siwe/Archiv Dieker
Rheurdt/Kamp-Lintfort. Schaephuysen ist Mitglied im Interreg-Projekt "Starke Dörfer". Gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Waal will die Dorfgemeinschaft Zukunft entwickeln. Von Sabine Hannemann

Schon seit einiger Zeit machen sich die Schaephuysener Gedanken über die Zukunft des Dorfs und das Leben im ländlichen Umfeld. Die Interessengemeinschaft (IG) Schaephuysener Bürger und Vereine treibt die Diskussion voran. Nun klinkt sich die Hochschule Rhein-Waal mit dem Interreg-Projekt "Starke Dörfer" ein. Sie hat Schaephuysen als Partnergemeinde in das anderthalbjährige Projekt aufgenommen. Finanziert wird es von der EU, NRW und der Provinz Gelderland. Am Donnerstagabend folgte der Aufschlag im voll besetzten Pfarrheim. Projektkoordinatorin Birgit Mosler (Hochschule Rhein-Waal) und Hans-Jakob Wormann (IG) führten durch den Abend. Projektumfang und -ziele wurden vorgestellt und die Anwesenden an die Arbeit geführt. "Pulsschlag zeigen, Schaephuysen lebt", lautete am Ende das Fazit von Wormann, mit dem Appell, weitere Anregungen, neue Blickwinkel in die Diskussion einzubringen.

Im Kern geht es um die Entwicklung von Perspektiven und deren Umsetzung im Dorf, immer orientiert an den Bedürfnissen der Bürgerschaft. Über erste Erfolge der IG berichtete Wormann. Schaephuysen zeige sich als starke Dorfgemeinschaft. Zu nennen sind Veranstaltungen wie der Naturmarkt im Frühjahr; am 2. Oktober folgt die herbstliche Neuauflage. Die Nutzung der Mitfahrerbank in Richtung Vluyn ist so gut, dass bereits die Gemeinde Alpen Kontakt aufgenommen hat, um mehr zu dem Projekt in Sachen Mobilität zu erfahren. Der runde Tisch der Gewerbetreibenden funktioniert. "Wir hatten einen guten Start, ohne großes Geld", so das Fazit von Wormann.

Das Projekt "Starke Dörfer" knüpft an Schaephuysener Grundstrukturen und Bürgerbedürfnisse an. Wie in anderen teilnehmenden Ortschaften in Deutschland und den Niederlanden gearbeitet wird, erläuterte Projektkoordinatorin Birgit Moser. Wichtig seien das Netzwerk und der Austausch mit anderen Dörfern, die sich in ähnlicher Situation befinden. Der Zeitrahmen sei knapp bemessen. Mosler: "Wir wollen Ideen umsetzen. Know-how und bewährtes Instrumentarium aus anderen Dörfern weiterleiten und für Schaephuysen passgenaue Lösungen entwickeln." Arbeitsergebnisse, die die IG bereits erarbeitet hatte, standen am Abend zur Diskussion. Dazu gehörten Themenkomplexe wie Mobilität, Unterstützung im Alltag, Wohnen und Soziales Miteinander. Das Thema "Unterstützung im Alltag" konnte mit neuen Anregungen aus dem Publikum präzisiert werden. Zur Sprache kamen Hilfeangebote von Jung und Alt für Haus und Garten, Tauschbörsen und der Wunsch nach einem Dorfcafé oder Altentreff. Fragen nach der Weiterentwicklung von Wohnformen wurden angeschnitten.

"Über das Ergebnis der ersten Veranstaltung bin ich sehr zufrieden. Nun geht es mit den Treffen weiter, bei denen Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen erörtert werden", sagte Birgit Mosler. Am 21. September, 19 Uhr, trifft sich die Jugend, 15 bis 28 Jahre. Am 22. September, 20 Uhr, die 30- bis 50-Jährigen, am 23. September, 19 Uhr, die Generation 55plus. Die Veranstaltungsorte werden auf der Vereinswand im Dorf oder per Mail bekannt gegeben.

Quelle: RP
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