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Kamp-Lintfort
Schlag für die Stadt: Hexion zieht anderen Standort vor

Kamp-Lintfort. Unternehmen zieht Zusage für Dieprahm zurück.

Im Dezember 2016 war die Nachricht als ein Weihnachtsgeschenk für Kamp-Lintfort aufgefasst worden: Das weltumspannende Chemie-Unternehmen Hexion mit Zentrale in den USA wollte sich in der Stadt niederlassen. Nach einem knappen Jahr folgt nun die Ernüchterung: Gestern gab ein enttäuschter Bürgermeister Christoph Landscheidt im Stadtentwicklungsausschuss bekannt, dass Hexion einen Rückzieher gemacht hat. "Eine Verschiebung von Investitionsmitteln zu Projekten mit kurzfristiger zu realisierender Rendite ist hierfür die Ursache", teilte das Unternehmen lapidar in einem Schreiben an die Stadt mit. Mit anderen Worten: Anderswo lässt sich schneller Geld machen.

Hexion plante den Bau eines europäischen Technologiezentrums in Kamp-Lintfort. Es sollte die Arbeit von mehreren Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in der Nähe von Duisburg ersetzen. Die Anlage sollte im Technologiepark Dieprahm entstehen. Neben einem bestehenden Gebäude mit 1400 Quadratmetern Bürofläche (dem Wustlich-Gebäude) sollte ein 1600 Quadratmeter großes Labor gebaut werden. Von bis zu 75 Arbeitsplätzen für Wissenschaftler allein in der Startphase war die Rede gewesen.

"Wir haben das Grundstück für hexion bisher vorgehalten und die Planung begleitet", sagte Landscheidt. Er zeigte sich zuversichtlich: "Wir finden auch einen anderen Nutzer dafür."

(pogo)
 
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