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Kamp-Lintfort
Schlager-Reise von Herne nach New York

Kamp-Lintfort: Schlager-Reise von Herne nach New York
Die drei Kirmesdamen: Fahrgeschäftsbetreiberin Irma Albertz, Wahrsagerin Lucinda und Losverkäuferin Rosie haben das Publikum auf eine Zeitreise durch drei Jahrzehnte Schlagergeschichte mitgenommen. FOTO: Marcus Koopmann
Kamp-Lintfort. Die nostalgische Gesangs- und Tanzshow "Liebesperlen" in der Kamp-Lintforter Stadthalle hat die Zuschauer begeistert. Von Jutta Langhoff

Früher war alles besser. Da hatte man mit siebzehn noch Träume, glaubte, dass Cowboys gut küssen können, und fand den Mond nirgends schöner als über Wanne-Eickel. Eine musikalische Zeitreise zurück in die 50er, 60er und 70er Jahre konnten die Besucher am Sonntag in der Kamp-Lintforter Stadthalle erleben. Unter dem Titel "Liebesperlen" präsentierte das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel knapp zwei Stunden eine nostalgische Gesangs- und Tanzshow aus drei Jahrzehnten Schlagergeschichte.

Nach mehr als 20 erfolgreichen Bühnenjahren in Dortmund und Lünen kam die Show an diesem Abend mit einem ganz neuen Arrangement nach Kamp-Linfort. Unter der Regie von Hans Huber agierte das sechsköpfige Tanz- und Gesangsensemble diesmal auf einer imaginären Kirmes im Ruhrgebiet, genauer gesagt in einer Kulisse, die aus einer nostalgischen Raupengondel bestand. Sie bildete den Mittelpunkt einer szenischen Rahmenhandlung rund um die Fahrgeschäftsbetreiberin Irma "Spange" Albertz, ihren Lebensgefährten Giovanni "Wanni" Koselowsky, den jungen Schrauber Manni, der Wahrsagerin Lucinda, sowie der süßen Losverkäuferin Rosie und dem biederen TÜV-Mitarbeiter Ansgar Treudel. Gemeinsam mit der neunköpfigen Live-Band von Tankred Schleinschock entführten sie das Publikum zwei Stunden singend und tanzend in die unterschiedlichsten Schlagerwelten rund um den Globus.

Mit einem Rock'n'Roll-Medley ging es los. "Tutti frutti", sangen alle und tanzten dazu gemeinsam einen wilden Twist. Es folgte der Little-Richard-Song "We gonna have some fun tonight" und zum Schluss noch ein fröhliches "Babalabamboo". Beim nächsten Medley ging es dann musikalisch mit "weißen Rosen aus Athen", "Tulpen aus Amsterdam" und einer orientalischen "Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe" einmal um die ganze Welt. Mal wurde die süße Rosie bei ihrer Forderung nach einem "Cowboy als Mann" von zwei tanzenden Indianern umgarnt, mal schlüpfte "Wanni" Koselowsky mit einer dicken Pelzmütze auf dem Kopf in die Rolle des berühmten Kosakensängers Ivan Rebroff. Zum Schluss kehrte die Handlung dann wieder auf den Kirmesplatz zu Irma Albertz und ihren Freunden zurück. Die waren zwar zwischenzeitlich mit der Raupengondel über den großen Teich zu den Blumenkindern nach San Franzisco gefahren und hatten sogar Udo Jürgens Traumstadt New York gesehen, doch zuhause fanden es alle immer noch am schönsten. Da störte es zwar, dass TÜV-Mitarbeiter Ansgar Treudel die Raupe gerne stilllegen wollte und erst nach herzlichen Avancen der drei Kirmes-Damen davon abgehalten werden konnte. Und wie würde es in Zukunft mit der "Spange von Crange" weitergehen? Das blieb an diesem Abend offen. Das stand "inne Sterne von Herne". Einen riesigen, begeisterten Applaus konnte das "Liebesperlen"-Ensemble allerdings schon mal mitnehmen.

Quelle: RP
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