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Kamp-Lintfort
Schritt für Schritt durchs nächtliche Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort. Die Walking-Night hat 390 Schnellgeher nach Kamp-Lintfort gezogen, 40 mehr als im vergangenen Jahr.

So viele Schnellgeher kamen seit langem nicht mehr zur Walking-Night. 390 starteten am Samstagabend am Pavillon vor dem EK 3. Das waren 40 mehr als vor einem Jahr. Dabei war es einer der frühesten Starts in der zwölfjährigen Geschichte der Nacht der Schnellgeher, weil die Veranstalter um Hannes Hücklekemkes eine Kollision mit dem ersten Wochenende der Osterferien hatten vermeiden wollen.

Es war kalt, aber trocken, als nach Einbruch der Dunkelheit die Geher losgingen, von denen die eine Hälfte die Strecke über fünf Kilometer ausgewählt hatte, die andere über zehn. Wie in den Vorjahren starteten mehr Walker als Nordic Walker mit Stöcken. Ebenfalls wie in den Vorjahren hatten viele Schnellgeher eine längere Anreise auf sich genommen, um beim ersten landesweiten Walkingtreffen dabei zu sein. Beispielsweise reisten mehrere aus Monheim oder aus Leverkusen an. Denn die Walking-Night ist bei den Schnellgehern bekannt.

Das liegt vor allem an den Reiz der Strecke, die die schönen Seiten der einstigen Bergbau- und heutigen Hochschulstadt miteinander verbindet. So wird sie zur Besichtigungsroute. Die Geher passieren die Christuskirche und die Hochschule, um dann das Stephanswäldchen zu erreichen. Dort ist der Weg unter den alten Platanen mit Fackeln ausgeleuchtet, war eine besondere Atmosphäre erzeugt. Nach einer Schleife zur Eyller Halle kommen die Walker zum Pappelsee, den sie umrunden. Die Backsteinhäuser der Beamtensiedlung, die 2020 ihre 100. Geburtstag feiern, wenn die Landesgartenschau nach Kamp-Lintfort kommt, spiegeln sich romantisch im Wasser. Über die Ferdinandenstraße und die Mittelstraße erreichen die Schnellgeher den Kamper Berg. Dort können sie die sehen, wie sich die Silhouette der Abteikirche im Himmel abzeichnet. Über den Wandelweg, der eine Hauptachse der Laga bildet, walken sie zwischen Fackeln zurück in die Stadt. Beim ABC-Gebäude endet die Besichtigungstour.

Diesmal waren erneut Toni Radau und Edda Schröder die besten Geher. Sie kamen fast zeitgleich nach 58 Minuten und 20 Sekunden im Ziel an. Dabei wurde der 63-Jährige, der für den SV Victoria Winnekendonk startet, Zweiter, weil Edda Schröder zwei Meter Vorsprung hatte.

(got)
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