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Kamp-Lintfort
Schüler eröffnen neue Skate-Anlage

Kamp-Lintfort: Schüler eröffnen neue Skate-Anlage
Sieben Europaschüler hatten zwei Choreographien auf der neuen Skate-Bowl einstudiert, die sie gestern ihren Mitschülern präsentierten. FOTO: K. Dieker
Kamp-Lintfort. Die Neuntklässler der Europaschule haben sich im Rahmen eines Ideenwettbewerbs für ihren Stadtteil Gestfeld stark gemacht: Sie engagierten sich für den Bau einer modernen Skate-Anlage. Die Sparkasse Duisburg gab 85.000 Euro. Von Anja Katzke

Die Sprünge sind spektakulär. Beim Salto geht sogar ein Raunen durch die Zuschauerreihen, gefolgt von Applaus. Sieben Europaschüler weihen auf Skatern und mit Tretrollern die neue Skateanlage direkt hinter der Europaschule ein. Keine Sorge: Die Jungs entpuppen sich als wahre Könner. Mit ihrem Sportlehrer hatten sie zwei Choreographien einstudiert. Dass diese Skate-Bowl, die die Form einer Schüssel hat, gebaut wurde, ist dem Engagement des neunten Jahrgangs der Europaschule zu verdanken. Die Schüler hatten sich mit ihren Lehrern an einem Ideenwettbewerb für Kinder und Jugendliche beteiligt, den der Runde Tisch Gestfeld vor rund drei Jahren initiiert hatte. Ziel war es, die Aufenthaltsqualität im Stadtteil zu verbessern. Und wer weiß besser als Kinder und Jugendliche, was in ihrem Umfeld an attraktiven Angeboten so fehlt.

Der Vorschlag der Neuntklässler stieß zunächst auf Skepsis der Erwachsenen - insbesondere wegen der hohen Kosten. "Es gab lange Diskussionen", erinnerte sich Bürgermeister Christoph Landscheidt gestern. Doch die Schüler ließen nicht locker und gingen persönlich auf Sponsorensuche. Als die Sparkasse Duisburg 85.000 Euro zusagte, stand dem Bau der Skate-Anlage nichts mehr im Wege. Landscheidt zeigte sich gestern beeindruckt vom Können der jungen Skater, aber auch von ihrem großen Einsatz für den Stadtteil. "Das ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit vieler Menschen aus dem Stadtteil - die hier wohnen, leben, arbeiten und zur Schule gehen", betonte Landscheidt. "Wenn Menschen etwas für sich tun, dann passen sie auch auf, dass es gut geht." Das haben die Jugendlichen getan, weil es eben im Gestfeld keine Plätze gibt, an denen sie sich in ihrer Freizeit aufhalten können. "Sie wünschten sich einen Standort, den sie erreichen können, ohne auf ihre Eltern und öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein", berichtete gestern Bernd Benninghoff, stellvertretender Schulleiter an der Europaschule an der Sudermannstraße. Die Schüler hätten sich einen Ort gewünscht, der ihnen vertraut ist und an dem sie sich sicher fühlen. Mit der Europaschule war der perfekte Standort für die neue Skate-Bowl gefunden. "Unsere Schüler waren von Anfang an der Planung und an der Realisierung des Projektes beteiligt", betonte Benninghoff und freute sich über die Mitwirkungsmöglichkeit für die Jugendlichen aus dem Stadtteil. Auch die Sicherheit war ein Thema, für das alle Beteiligten aber eine Lösung gefunden haben. Während der Schulzeiten führt die Europaschule Aufsicht. Sie sammelt den Müll auf und hält die Skate-Bowl in Kooperation mit der Stadt in Schuss. Der Postsportverein Kamp-Lintfort hat sich bereit erklärt, außerhalb der Schulzeiten Ansprechpartner für die Jugendlichen zu sein. Die Vereinsmitglieder sorgen auch für das Auf- und Zuschließen des Geländes. Nachts ist das Gelände geschlossen.

Quelle: RP
 
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